„Helft uns, unsere Türen zu öffnen!“

Heimat, was ist das? Wo bin ich zu Hause? Wo gehöre ich hin? Diese Frage habe ich mir in den letzten Monaten vermehrt gestellt – nachdem meine Eltern mein „Zuhause“, in dem
ich groß geworden bin, verkauft haben, und nachdem ich aufgrund der Pandemie zwanzig Monate in Deutschland „feststeckte“.

Nun bin ich seit Juni 2021 wieder zurück in Kapstadt. Ich war sehr aufgeregt, als ich nach so langer Zeit wieder afrikanischen Boden betrat: Was werde ich hier antreffen? Wie hat sich die Lage im Land verändert? So war ich wirklich erstaunt, wie schnell ich mich wieder einlebte und mich zuhause fühlte.

Vor Ausbeutung schützen

Ein Zuhause – das wollen wir auch den Mädchen aus dem Menschenhandel bieten, die bislang noch als Sexsklavinnen ausgebeutet werden. In der ersten Woche, als ich hier ankam, klopfte es an unsere Bürotür: „Habt ihr eure Türen schon geöffnet?“ So lautete die Frage. Es ging um eine Minderjährige, die dringend ein Zuhause brauchte, um vor der Ausbeutung geschützt zu werden.

Vor zwei Wochen hatte ich ein Gespräch über ein Mädchen im Alter von 7 bis 8 Jahren: Sie wurde von einem Zuhälter zur Prostitution verkauft. Da es bisher für solche Kinder noch kein spezielles Zuhause gibt, ist sie in der Zwischenzeit in einem „Jugendgefängnis“ untergebracht. Das bricht mir das Herz und es zeigt mir, wie sehr wir ein Schutzhaus für Kinder benötigen.

Ermutigende Begegnung

So hatten wir vergangenes Wochenende eine Kampagne in einem Einkaufszentrum: „Helft uns, unsere Türen zu öffnen!“ („Help us open up our doors!“) Gleich am ersten Tag kam ein ehemaliges Opfer auf uns zu und hat sich für unsere Arbeit bedankt; inzwischen ist sie als Missionarin tätig: „Ein Zuhause, ja das brauchen die Mädchen!“ Wir freuen uns, dass es mit der Verwirklichung des Schutzhauses vorangeht.

  • Dank, dass wir ein geeignetes Gebäude für das Schutzhaus gefunden haben
  • Dank, dass 2/3 des Geldes schon zusammengekommen sind
  • Dank für die Genehmigung für das Schutzhaus von der Stadt Kapstadt
  • Bitte für die Nachbarn des Schutzhauses – sie legen uns gerade einige Steine in den Weg.
  • Bitte um weiterhin viele offene Türen zu den Herzen der Einheimischen
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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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