Halt im Gedächtnis
Im Krankenhaus Diospi Suyana: Ein 16-jähriges Mädchen kommt in meine kinderärztliche Sprechstunde. Bereits beim Hereinlaufen fällt ihr hinkender Gang auf. Sie erzählt, dass sie seit zwei Monaten unter Schmerzen in ihrem Knie leide. Zuletzt habe auch die Hüfte angefangen, weh zu tun. Das Mädchen hat offensichtlich stark an Gewicht verloren und macht einen kranken Eindruck. Bei der Untersuchung taste ich eine große, derbe Masse unter den linken Gesäßmuskeln. Die Beweglichkeit der Hüfte ist eingeschränkt; der Befund lässt mich nichts Gutes ahnen.
Ein hoffnungsloser Fall
Ich veranlasse eine Tomographie des Beckens, um Klarheit zu bekommen. Die CT-Bilder sind erschreckend: Ein bösartiger Knochentumor wuchert im gesamten Becken – eine denkbar schlechte Prognose. Als ich der jungen Patientin und ihrer Mutter die Befunde erkläre, fangen beide an zu weinen. Wie soll es jetzt weitergehen?
Das einzige Krankenhaus für derartige Krebserkrankungen befindet sich in Lima. Doch die Familie lebt in einem kleinen abgelegenen Bergdorf; die Mutter ist Witwe, sie muss noch weitere fünf jüngere Kinder versorgen und verfügt über keine finanziellen Mittel – ein sozial und medizinisch hoffnungsloser Fall.
Und trotzdem Hoffnung
Doch hier endet die Behandlung nicht: Ich bete mit den beiden, und wir befehlen die Zukunft bewusst in Gottes Hände. Die Jugendliche erhält ein evangelistisches Traktat und ein neues Testament, das sie dankbar annimmt. Anschließend arrangiere ich ein Gespräch mit unserer Sozialarbeiterin, um den Versicherungsstatus und Unterstützungsmöglichkeiten zu klären. Auch das Angebot, noch einmal in Ruhe mit unserem Pastor zu reden, akzeptieren sie gerne.
In Jesus Christus dürfen wir eine Hoffnung weitergeben, die weit über den Tod hinausgeht. „Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten.“ (2 Tim 2,8)
- Weisheit für die Versorgung der Patienten
- Danke für Bewahrung bei der Geburt unseres Sohnes Theodor
- Danke für unsere Gemeinde und die vielen Kinder aus unserer Nachbarschaft, die zur Sonntagsschule kommen.
