„Habt ihr schon mal über Mission nachgedacht?“
Das fragte ein Cousin, als wir ihm erzählten, dass wir gerade in einer Findungsphase steckten. Während unserer gemeinsamen Elternzeit hatten wir ganz bewusst uns und Gott gefragt, was er mit uns als nächsten großen Schritt vorhat. Wer fragt, muss auch mit einer Antwort rechnen …
Tatsächlich hatten wir schon mal über Mission gesprochen – vor vielen Jahren, am Anfang unserer Beziehung, als wir merkten, dass wir beide eine große Leidenschaft für den Glauben haben und für andere Länder und ihre Kulturen; Christian hatte bereits ein Jahr Zivildienst in Israel geleistet und Christina konnte nach der Schule in Chile neun Monate Missionsluft schnuppern.
Ausbildungs- und Kinderjahre
Uns begeistert(e) der Gedanke, etwas von dem, was Gott uns geschenkt hat, weiterzugeben an Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns. Außerdem wurde uns deutlich, dass unsere Berufe sich gut für einen Missionseinsatz kombinieren lassen könnten.
Es folgten zunächst mehrere Jahre Lehramtsstudium in den Fächern Biologie und Spanisch für Christina und die Meisterschule in der Orthopädietechnik für Christian. Außerdem bekamen wir unsere zwei Kinder Mia (3) und Benjamin (2), wodurch der Missionsgedanke erst mal in den Hintergrund rückte und fast in Vergessenheit geriet.
„Es passte perfekt“
Nachdem wir wieder auf den Missionsgedanken gebracht wurden, suchten wir nach einem geeigneten Projekt, das Orthopädietechnik, Schule, Kindergarten und Glauben miteinander verbinden würde – und stießen nach wenigen Wochen auf Diospi Suyana. Fasziniert haben uns daran vor allem zwei Sätze, in denen sich unser Glaube mit Beruf(ung) verbindet: „Die beste Technik für die Ärmsten der Welt“ und „Nichts spricht lauter als die Tat“. Wir hatten das Gefühl, dass dieses Projekt wie auf uns zugeschnitten ist und dass „Diospi Suyana“ für uns zum Motto wurde: Wir vertrauen auf Gott!
Nach einiger Zeit des Prüfens und Abwägens haben wir uns daher dazu entschieden, den Schritt zu wagen und ab voraussichtlich August 2021 in diesem Projekt mitzuarbeiten. Auch wenn uns diese Entscheidung anfangs nicht leichtgefallen ist, spüren wir doch tiefen Frieden über diesen Schritt.
