Gottvertrauen in Krisensituationen

Ja, ich möchte gerne Jesus in mein Herz aufnehmen“, sagt meine Haushelferin Titin, die einer anderen Religion angehört. Was für eine wunderbare Nachricht. Ich sitze mit ihrer Familie in ihrem Wohnzimmer, wo ich gerade angeboten hatte, für sie im Namen Jesu um Heilung zu beten.

Ihr Mann hatte mich kürzlich informiert, dass Titin einen Gehirntumor habe und in Zukunft nicht mehr für uns arbeiten könne. Sie habe eine Art epileptischen Anfall gehabt, sei daraufhin in der Klinik genauer untersucht worden und müsse im März operiert werden.

Ich weiß, dass es eine sehr gefährliche Operation sein wird. Titin wirkt besorgt und etwas ängstlich. Aber ihre Aussage, dass sie glaubt, dass Jesus sie heilen kann und dass sie ein Kind Gottes werden möchte, ist klar und deutlich.

So gehen meine Freundin Sheryl und ich mit Titin in ihr Zimmer, wo wir dann zu dritt beten. Sie vergibt auch allen Menschen, die ihr wehgetan haben, und dieses Gebet bewirkt spürbar eine Erleichterung bei ihr. Zum Schluss betet sie ein Dankgebet. Sie dankt Jesus, dass er sie angenommen hat, dass sie nun ein Kind Gottes sein darf und dass er ihre Schuld vergeben hat. Sie sagt sogar „Halleluja“, als sie ihr Gebet beendet, und lächelt mich anschließend an. Was für ein Tag.

Es hat sich also doch gelohnt, dass ich mit Titin über das Thema Heilsgewissheit gesprochen hatte. Das war im November letzten Jahres, als ich mit Denguefieber, Malaria und Lungenentzündung im Krankenhaus lag und nicht klar war, ob ich überleben würde. Damals hatte ich ihr gesagt, dass ich keine Angst vor dem Tod habe und dass sie diesen Frieden auch erleben könnte, wenn sie an Jesus glauben würde.

Und nun war es so weit: Sie hat sich dafür entschieden, Jesus zu vertrauen. Titin hat drei Kinder, von denen zwei noch in die Schule gehen. Die älteste Tochter studiert im vierten Semester. Titin war bislang die Hauptverdienerin in ihrer Familie, da ihr Mann nur Gelegenheitsjobs hat.

Bitte betet für Titin, dass sie und ihre Familie an Jesus festhalten werden, und bitte betet weiterhin für ihre Heilung.

Ende Februar konnte ich nach meiner schweren Erkrankung endlich wieder mit dem Fußballtraining für zwölf- bis sechzehnjährige talentierte Mädchen in meiner Fußballschule in Papua beginnen. Es war bewegend zu sehen, wie die Mädchen sich freuten, dass es endlich wieder gemeinsames Training gibt.

Die 22 Kinder, die zum Platz kamen, kommen zum großen Teil aus sehr schwierigen Familienverhältnissen. Ich werde fünf von ihnen für ein Stipendienprogramm auswählen. Im Juni werden sie mit mir nach Java fliegen und dann in Malang die Schule besuchen und in der U-15- oder der U-18-Liga mit dem besten Verein aus Ost-Java spielen.

Im Wohnheim in Malang werden sie zusammen mit den anderen fünf Mädchen, die schon seit letztem Jahr dort leben, von einem Pfarrerehepaar liebevoll und klar begleitet. Die Fußballtalente, die ich im letzten Jahr dorthin gebracht hatte, haben sich sehr gut eingelebt, zeigen bereits sehr positive Entwicklungen und eines der Mädchen wurde schon zu einem Lehrgang mit der U-16-Nationalmannschaft eingeladen. Sie wird im Mai an einem Lehrgang in Paris teilnehmen. 

Bitte betet für all diese wunderbaren Mädchen.

Gebetsanliegen

  • Für Heilung für Titin.
  • Für Weisheit bei der Auswahl neuer Fußballtalente.
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