Gottes Wirken in Krisenzeiten

In meinem Dienst in den arabischen und kurdischen Gemeinden habe ich in letzter Zeit eine Zunahme sozialer Probleme festgestellt, die durch einen kulturellen Konflikt zwischen Eltern und Kindern entstehen: Der Einfluss der westlichen Kultur auf die junge Generation führt oft zu Spannungen innerhalb der Familien und zu einem Auseinanderdriften der Generationen.

Ich begleite diese Familien mit seelsorgerlicher Beratung, um die Sichtweisen einander näher zu bringen und den Eltern zu helfen, ihre Kinder besser zu verstehen, ohne dass sie dabei ihre tief verwurzelten Traditionen aufgeben müssen. Das Ziel ist, zwischen den Generationen ein Gleichgewicht zu schaffen und den Familienfrieden zu erhalten.

Dazu biete ich diesen Familien psychologische und geistliche Unterstützung an, lade sie regelmäßig zu geistlichen Treffen ein und ermutige sie, aktiv an den sozialen Angeboten der Kirche teilzunehmen.

Durch Gottes Gnade konnten wir bei mehreren Familien positive Veränderungen beobachten: Sie beginnen sich an die deutsche Kultur anzupassen und lernen, ihren Kindern mit Verständnis und ohne Gewalt zu begegnen.

Ein besonders berührendes Erlebnis hatte ich in der Osterzeit: In einem Gottesdienst gab ein Besucher ein bewegendes Zeugnis, wie er Jesus Christus kennengelernt hat – er begann regelmäßig den Gottesdienst zu besuchen und verspürte den Wunsch, in der Bibel zu lesen; dabei wurde er innerlich mit Frieden erfüllt. Er berichtete, dass er an starken Rückenschmerzen gelitten hatte, auch durch Schmerzmittel konnten sie nicht gelindert werden. Nachdem einStraßenevangelist mit ihm gebetet hatte und er aufrichtig seinen Glauben bekannte, dass Jesus Christus ihn heilen könne, ist er vollständig geheilt worden.

Ein weiteres Zeugnis gab eine Frau, die unter schweren Familienproblemen und psychosomatischen Beschwerden gelitten hatte, laut Aussage ihrer Ärzte gab es dafür keine Heilung. Ich betete mit ihr und ihrer Familie; die Frau begann nun die Gottesdienste zu besuchen und bezeugte später, ihre Familiensituation habe sich stabilisiert und jetzt erfülle der Friede Gottes ihr Haus. Ihre körperlichen Beschwerden verschwanden und sie erkannte, dass der Herr ihr Gebet erhört hatte.

„Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören.“

Jesaja 59,1

So wirkt der Herr – im Verborgenen und im Sichtbaren.

Er vergisst niemanden von den Seinen und offenbart seine Herrlichkeit gerade in unserer Schwachheit und Not.

Harte Herzen werden weich durch seine Wahrheit, verlorene Seelen finden den Weg in seiner Liebe und erschöpfte Geister empfangen zu seinen Füßen Frieden.

Gott lässt Krisen und Herausforderungen zu – aber nicht, um uns Lasten aufzubürden, sondern um uns näher zu sich zu ziehen.

In der Not wird unser Glaube erneuert und unser Vertrauen auf seine Treue und seine Verheißungen wächst.

Inmitten des Leids erkennen wir die Tiefe seiner Liebe.

So wird jede schwere Situation zu einer Gelegenheit, seine Gegenwart zu erleben, und jede bittere Erfahrung zu einer Tür der Hoffnung.

Wir dienen einem lebendigen Gott, dem König aller Könige und Herrn aller Herren.

Er macht aus Schwäche Stärke und aus Schmerz eine Botschaft.

Er bereitet uns vor, Erben seines Reiches zu sein, und formt uns mit seiner Hand zu edlen Gefäßen, die seine Herrlichkeit tragen und sein Licht in dieser Welt widerspiegeln.

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