Gottes Treue bei Herausforderungen
„Der Glaube aber ist … ein Überzeugt-sein von Dingen, die man nicht sieht“ (Hebr 11,1). Meiner Erfahrung nach wächst diese Überzeugung, je mehr Erfahrungen ich mit Gott mache. Ich muss den Schritt im Glauben wagen und dann erleben, wie ich getragen und geleitet werde, auch durch scheinbar hoffnungslose und sinnlose Situationen. Seit einiger Zeit lebe ich in der Spannung zwischen dem Erweisen von Gottes Treue und bestehenden Herausforderungen.
Gott versorgt großzügig
Zum Beispiel im Bereich Finanzen: Vor einigen Monaten wurde es finanziell sehr eng. Dann erreichte uns plötzlich die Nachricht, dass ein uns unbekanntes Ehepaar eine so
großzügige Spende auf unser Konto überwiesen hat, dass alle Defizite mit einem Schlag ausgeglichen wurden. Zudem konnten wir auch endlich Arbeitsrechnungen einreichen – die nächsten Monate waren gesichert. Eine solche Erfahrung bewirkt bei mir nicht nur Erleichterung, dass das Problem behoben wurde, sondern auch ein frisches Überzeugt sein, dass Gott alles in der Hand hat. Als ich diese Nachricht bekam, drehte sich den ganzen Tag folgender Satz in meinem Kopf: „Ich arbeite für Gott; Er kümmert sich um mich.“
Auch im Arbeitsbereich ist es nicht einfach. Doch nicht nur Corona erschwert die Arbeit mit arabisch-sprechenden Menschen in meiner Gegend; ich frage mich auch, wie es
langfristig weitergehen soll. Vor ein paar Monaten eröffnete sich dann plötzlich die Möglichkeit, in Teil-zeit im Auftrag der VDM an einer missionarischen Ausbildungsstätte („Cornerstone“ in den Niederlanden) Altes Testament zu unterrichten.
Intensivkurs zu Genesis
Das ist eine Leidenschaft von mir! Erstmals durfte ich sie im Oktober verwirklichen: In einem zweiwöchigen Intensivkurs erarbeitete ich mit Missionaren aus sechs Ländern
Genesis 1 bis 11 – eine Erfahrung, die uns alle bereichert hat. Ende Januar unterrichte ich noch einmal Auslegungsprinzipien und das Buch Jesaja, worauf ich mich sehr freue.
Die Zukunft ist aus menschlicher Perspektive immer noch nicht sicher; bisher hat Gott jedoch immer zur richtigen Zeit die richtigen Türen aufgemacht. Ich vertraue weiterhin
darauf, dass er mich dahin bringt, wo er mich haben will.
