Gottes Führung in die Mission
Edwin ist das älteste von neun Kindern. Er hatte das Privileg, die Schule abschließen zu dürfen. Für die anderen Geschwister fehlte das Schulgeld, weshalb so mancher die Schule abbrechen und jung heiraten musste. Auch für Edwin war kein Geld vorhanden, um die Universität zu bezahlen. Also beschloss er, als Arbeiter bei der Missionsstation Diguna Geld zu verdienen, um damit sein Studium zu finanzieren. Nach einem Jahr verspürte er jedoch den Wunsch, ganz in die Mission zu gehen. So wurde er ein Teammitglied, das viel weniger
Geld bekam als ein Arbeiter. Er diente dort für weitere fünf Jahre und hat sein Herz dafür, Menschen zu dienen, seither nie wieder verloren.
Kennenlernen auf der Missionsstation
Mich, Susanne, haben Geschichten über Mission schon als kleines Mädchen sehr fasziniert. Ich glaubte allerdings nicht, dass dies für mich in Frage kommen würde, da mein Schulenglisch sehr schlecht war. Als meine Ausbildung als Arzthelferin zu Ende ging, gab es verschiedene Ereignisse, die in mir immer mehr den Wunsch wachsen ließen, in die
Mission zu gehen. So kam ich zur gleichen Missionsstation, wo Edwin diente.
Englisch, Suaheli, Kalenjin ...
Anfangs zweifelte ich manchmal daran, ob es gut für mich war, nach Kenia zu kommen, da die Kommunikation in Englisch sehr schwierig war. Doch mit der Zeit lernte ich die Sprache und bin jetzt sogar mit einem Kenianer verheiratet. Ich wusste, dass Kenia meine Heimat werden wird. Die Herausforderung hier besteht darin, dass die Amtssprache zwar
Englisch, die Landessprache jedoch Suaheli ist und jeder Stamm noch seine eigene Sprache mit mehreren Unterstämmen hat. Die Unterstämme können sich untereinander teilweise
nicht verstehen.
So fing ich irgendwann an, Suaheli zu lernen und nun lerne ich auch Kalenjin, was bei Edwins Stamm gesprochen wird, bei dem wir leben. Es ist mein großer Wunsch und mein Gebetsanliegen, diese Sprache zu lernen, auch wenn es kaum Hilfsmaterial dazu gibt.
