Gott wurde Mensch
In unserer Ausbildung am North Cotes College haben wir das Vorrecht, uns auf das Missionsfeld unter unerreichten Völkern vorzubereiten. Dabei teilen uns ehemalige Gemeindegründer in unerreichten Volksgruppen ihre Erfahrungen mit. Eine Wahrheit sticht dabei immer wieder hervor: Um die Herzen der Menschen wirklich zu erreichen, muss man ihre Sprache und ihre Kultur verstehen.
Das erinnert mich oft an Jesus Christus und daran, was wir an Weihnachten feiern: Gott wird Mensch und lässt sich auf die Kultur „Mensch“ und ihre Sprache ein. In Philipper 2 lesen wir, dass er nicht daran festhielt, Gott gleich zu sein; vielmehr verzichtete er auf seine Herrlichkeit, wurde Mensch und lebte wie wir. Er wurde hineingeboren in ein Volk, das ihn zum großen Teil ablehnte – trotzdem hat er sich darauf eingelassen, denn er wollte der Welt die Erlösung bringen und den Weg zu Gott ebnen. Im Unterricht haben wir nachgedacht über diese Definition: „Ein Missionar ist jemand, der für eine kurze Zeit seine Familie verlässt, damit andere mit ihrer Familie die Ewigkeit bei Gott verbringen können.“
Dieser Gedanke erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Als Missionar darf man – wenn auch nur in einem winzigen Bruchteil – verstehen, was es bedeutet, das vertraute Umfeld zu verlassen, um anderen die Gute Nachricht zu bringen. Gleichzeitig schenkt er Mut, mit Jesus weiterzugehen, sich auf ein mögliches Missionsfeld vorzubereiten und sich senden zu lassen, auch wenn das Opfer und Verzicht bedeutet. Denn wir wissen: Jesus selbst hat unendlich mehr aufgegeben, um uns zu erreichen. Wir können hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, weil Er mit uns geht – als einer, der alles selbst durchlebt hat.
Eine Wahrheit sticht dabei immer wieder hervor: Um die Herzen der Menschen wirklich zu erreichen, muss man ihre Sprache und ihre Kultur verstehen.
Gebetsanliegen
- Wegweisung, wo Gott uns gebrauchen möchte
- Jesus ähnlicher werden
