Gott kennt keine Altersgrenze
Beim Spielen auf der Straße sprach uns eine thailändische Familie an. Seit Wochen hatten sie uns beobachtet und waren fasziniert, wie wir als Familie miteinander umgingen. Sie beschlossen, unsere Freunde zu werden, um ihr Familienleben ebenso zu gestalten. Als animistische Buddhisten wurden sie komplett anders erzogen, als sie es bei uns Christen sahen. Bis heute sind sie unsere engsten Freunde.
In den letzten Monaten wurde uns bewusst, dass alle unsere thailändischen Freunde deshalb eine Beziehung zu uns haben, weil sie ein Verlangen nach christlichen Werten haben, die ihnen ja unbekannt sind. Dabei leben wir nur als Familie so, wie Gott es lehrt, mit all unseren Fehlern – es ist also etwas ganz Natürliches. Eine schönere Freizeitbeschäftigung hätten wir uns nicht vorstellen können!
Denn unser „eigentlicher Dienst“ als Leiter des Missionswerks Connect füllte unsere Arbeitszeit gut aus. Doch im März wurde bei Eugene ein Burn-out festgestellt aufgrund einer Schlafapnoe und chronischem Stress in der Arbeit. Seine Krankschreibung brachte eine Zeit der Reflektion und eine veränderte Berufung: aus Freizeitbeschäftigung macht Gott Vollzeitbeschäftigung; aus dem Arbeitsbereich „Missionswerk“ Gemeindebau, aus Missionarsunterstützung Freundschaftsevangelisation – und aus zwei Missionaren hat Gott vier gemacht.
Wir erkannten, dass unsere Kinder und ihr Beitrag für Gott ebenso wertvoll sind. Es geht selbst bei Missionaren nicht in erster Linie darum, was wir tun, sondern wer wir sind. Wir sind Kinder Gottes, egal wie alt, und in jedem Alter können wir die Liebe, die Gott uns erweist, an andere weitergeben, damit auch sie ihn kennenlernen: Liebe kennt keine Altersgrenze.
