Gott kann sogar ein Portemonnaie benutzen

Seit Mitte Juli sind wir wieder auf den Philippinen. Gott allein sei dafür gedankt! Doch die ersten Wochen des Einlebens waren eine Herausforderung für uns, da sich durch Corona hier vieles verändert hat; Jason und ich sind noch am Lernen, wie wir hier gemeinsam Gott am besten dienen können.

So hatten wir bereits einige schwierige Wochen hinter uns, als wir eines Abends beim Einkaufen auf dem Weg zum Auto feststellen mussten, dass Jasons Portemonnaie plötzlich nicht mehr da war – es wurde ihm aus der Hosentasche entwendet. Wir waren geschockt, frustriert und verärgert; es enthielt zwar nicht viel Geld, dafür wichtige Dokumente wie Führerschein, Bankkarte etc. Wir dachten daran, wie schwierig es sein würde, alles wieder zu beschaffen, und wie viel Geld und Zeit dafür aufgebracht werden müsste. Das entmutigte uns sehr. „Warum gerade jetzt, Jesus? Es ist doch schon alles schwierig genug im Moment!“ An jenem Abend baten wir Gott zwar, dass Er doch irgendetwas tun möge; aber so richtig daran geglaubt haben wir nicht.

 

Die Wendung

Am nächsten Morgen sah Jason, dass jemand Unbekanntes ihm eine Nachricht geschickt hatte. Dieser Jemand hatte mit seinem Motorrad am Straßenrand angehalten und zufällig dort auf dem Boden ein paar Dokumente liegen gesehen. Er hob sie auf, nahm sie mit und kontaktierte Jason mit der Frage, ob Jason vielleicht seine Ausweise verloren hätte. Er habe sie am Straßenrand gefunden. So trafen wir uns mit dem jungen Mann und Jason bekam alle seine Dokumente zurück. Wow!

Natürlich lobten und dankten wir Gott, dass Er das Unmögliche möglich gemacht hatte. Gleichzeitig hat es uns aber auch demütig gemacht, denn Er hat in seiner Gnade ein Wunder für uns getan, obwohl wir Ihm das gar nicht so wirklich zugetraut hatten. Was sind wir froh, dass unser großer Gott nicht abhängig ist von unserem kleinen Glauben!

Aus Ent- wird Ermutigung

So hat Gott dieses zuerst entmutigende Erlebnis in eine Ermutigung verwandelt, indem er uns gleichsam zurief: „Seht ihr? Auch wenn eine Situation zuerst schwierig und frustrierend aussieht, kann ich sie doch jederzeit komplett umkehren und sie zum Segen werden lassen!“

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