Gott ist nicht aufzuhalten
„In der Krise lernte ich, Gott mehr zu vertrauen“, berichten latein-amerikanische Missionare, die unser Trainingszentrum in Ecuador durchlaufen haben. Wegen eines Tumors im Auge ihrer Tochter mussten Ana* und ihr Mann ihren Einsatz in Asien abbrechen und in ihre südamerikanische Heimat zurückkehren. Als die Kleine sich dann an das neue Glasauge gewöhnt hatte, verhinderte Corona die Rückkehr auf das Missionsfeld. Doch online blieben sie täglich in Kontakt mit ihrer muslimischen Sprachlehrerin, denn aus der Beziehung
war längst eine tiefe Freundschaft gewachsen.
Frucht für die Ewigkeit
Eines Tages berichtete diese Frau bekümmert, dass ihr nicht nur die Arthritis zu schaffen mache, sondern dass nun auch eine Wahrsagerin behauptet hätte, man hätte sie verhext. Anteilnehmend fragte Ana: „Darf ich Jesus bitten, dir zu helfen?“ – „Gern“, lautete die Antwort der Sprachlehrerin. Mit den ihr bekannten Sprachbrocken bat Ana Jesus, in das Leben ihrer Lehrerin und in ihre Situation auf der anderen Seite der Erdkugel einzugreifen. „Wir glauben, dass dieses Ereignis Frucht für die Ewigkeit bringen wird“, schreibt Ana. Bis sich die Grenzen zu ihrem Einsatzland wieder öffnen, will sie mit ihrem Mann ein Hilfsprojekt in einem benachbarten Staat beginnen.
Eine Pandemie ist für Gottes Wirken kein Hindernis
„Es war mein erstes Weihnachtsfest fern von Heimat und Familie“, schrieb Rosa*, die vor wenigen Monaten nach Afrika entsandt wurde. Das andere Klima, eine fremde Kultur und Sprache sowie ein neues Team bereiteten ihr Kopfzerbrechen. Dazu brach noch ein Bürgerkrieg aus, und an Heiligabend inspizierten Militärs ihre Station. Coronabedingt wurde auch ihr Sprachstudium abgebrochen. Doch mit ihrer außerordentlichen Beziehungsfähigkeit hatte sie bereits einheimische Freunde gewonnen, die sie an den Feiertagen zum Essen einluden und ihr nun auch beim Sprachelernen helfen. „Ich erkenne darin Gottes Gnade über meinem Leben. Ich bin getrost und voller Vertrauen, dass Er mich auf rechter Straße führt.“
