Gott ist ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen

Vor einigen Monaten habe ich über unsere Mitarbeiterin Annie und ihren Mann Dennis berichtet, der Dialysepatient war. Anfang Januar ist Dennis im Alter von 32 Jahren verstorben. Die Wochen vor seinem Tod waren extrem schwierig. Da es hier keine Palliativversorgung gibt, musste Dennis unter starken Schmerzen leiden. Natürlich gibt es auch keine ambulante Pflege, also hat seine Frau Gewaltiges geleistet. Sie hat fast voll gearbeitet und zu Hause noch ihren Mann gepflegt und versorgt. Beschwert hat sie sich nie.

Dankbarkeit und Frieden im Leid

Annie hat auch weiter eine erstaunliche Haltung. Der Verlust schmerzt sie und die Trauer ist groß. Als junge Witwe und Mutter von zwei Kindern (2 und 8 Jahre) den Alltag im
Slum zu bewältigen, ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Trotzdem lässt Annie keine Bitterkeit in ihrem Herzen zu. Sie setzt ihr Vertrauen ganz auf Gott und strahlt
in allem Leid eine tiefe Dankbarkeit und Frieden aus.

Annie ist dankbar,

wie Gott sie als Familie über die letzten Jahre versorgt hat. Oft haben sie auf wundersame Weise die nötigen Finanzen bekommen, sodass Dennis keine Dialysebehandlung auslassen musste. Sie ist dankbar für die gemeinsamen Jahre, für ihre wunderbaren Kinder und dass sie noch kurz vor Dennis’ Tod gemeinsam beten konnten. Annie ist dankbar, dass wir im Dezember in meinem Garten noch Familienfotos machen konnten; die sind für sie und die Kinder nun eine schöne Erinnerung. Sie ist dankbar für Gottes Treue, die sie in den letzten zwei Jahren auf ganz besondere Weise erfahren hat. Als Team sind wir dankbar, dass wir Annie und ihre Kinder in dieser schwierigen Situation begleiten können. Wir wollen darauf vertrauen, dass Gott sich auch weiter um die Familie kümmern wird. Die Bibel sagt, dass Gott ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist. Was für eine starke Zusage!

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