„Gott, ich brauche eine Marketing-Managerin!”

Die steigende Zahl der verschleppten Kinder und Jugendlichen in Kapstadt, die Opfer von Menschenhandel werden, ist heftig: Allein in den letzten 5 Jahren wurden 695 Kinder verschleppt. Da es bislang noch kein Sicherheitshaus für sie gibt, sind viele weiter ihrem Elend ausgeliefert. Das hat Hope Risen und mich veranlasst, das Projekt Free to Fly zu planen.

Inzwischen haben wir ein Gebäude gefunden, das als Kinder- und Jugendschutzhaus geeignet ist. Von der Regierung erhielten wir „grünes Licht“, dieses Projekt voranzutreiben.
Nun sind wir dabei, die finanziellen Mittel zum Kauf dieses Gebäudes zu erhalten. Auch wenn mein Plan anders aussah und ich eigentlich schon 2020 wieder nach Südafrika reisen wollte, bin ich Gott dankbar, dass ich die letzten Monate hier in Deutschland für Öffentlichkeitsarbeit nutzen konnte.

„Gott, ich brauche eine neue Aufgabe!”

Überwältigt von der mir bevorstehenden Aufgabe, flehte ich Gott um Hilfe an. „Gott, ich brauche eine Marketing-Managerin!“, war mein Gebet. Ich habe dann nicht schlecht gestaunt, als ich drei Tage später eine Nachricht von Annatije bekam. Ich hatte sie vor 14 Jahren bei einem Gottesdienst getroffen und war vor 10 Jahren zum letzten Mal mit ihr in Kontakt. Sie schickte mir einen Artikel über Südafrika, worauf ein paar Tage später ein Telefonat folgte.

Es stellte sich heraus, dass Annatije kurz zuvor gebetet hatte: „Gott, ich brauche eine neue Aufgabe!“ Als Südafrikanerin, aufgewachsen in Kapstadt, und gelernte Marketing-
Managerin lebt sie seit einigen Jahren in Deutschland. Sie ist die perfekte Ergänzung – und wieder staune ich über Gottes Handeln! Es gibt in Gottes Plan tatsächlich keine Zeitverschwendung.

Freiheit und Schule für Kinder

Ich bin total dankbar, dass Annatije nun von Deutschland aus unser Team in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen wird. Wir haben bereits mehr als die Hälfte der benötigten Summe durch Spenden erhalten. Unser Wunsch ist es, durch diese Einrichtung möglichst vielen Kindern ein Leben in Freiheit sowie eine Schulausbildung zu ermöglichen. Und natürlich wollen wir sie auch zu einem Leben mit Jesus einladen!

Danke für Deine/Ihre Unterstützung unseres Anliegens!

Salomes Arbeit unterstützen

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Salomes Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

Icon
unterwegs | Ausgabe 2/2026
Lastwagenfahrer sehen oft, was anderen verborgen bleibt. Durch ihre Hinweise können Kinder besser geschützt und Ausbeutung sichtbar gemacht werden.
Icon
unterwegs | Ausgabe 2/2025
An einem der meistbefahrenen Truck-Stops Südafrikas haben wir Lastwagenfahrern zugehört – und waren erschüttert über das, was sie uns erzählten: Monate ohne Familie, tiefe Einsamkeit, Erlebnisse, die Spuren hinterlassen.
Icon
unterwegs | Ausgabe 1/2025
Lautstark klingt im Hintergrund das englische Lied „Greater things are yet to come, greater things are yet to be done in this city“, während wir nach Beaufort West hineinfahren, in eine Stadt, die geprägt ist von zerbrochenen Familien, Missbrauch, Vergewaltigung – und leider gilt sie als einer der Hauptumschlagsplätze für Kinderhandel in Südafrika.