Gott hat größere Pläne als wir
Gott hat es mir, Susanne, aufs Herz gelegt, nach Kenia in die Mission zu gehen, obwohl ich kaum Englisch sprach und verstand. Auf derselben Missionsstation, wo ich mit meinem Dienst begann, befand sich auch mein zukünftiger Mann Edwin. Er hatte die Schule sehr gut abgeschlossen, aber sein Vater hatte kein Geld, um ihn zur Universität zu schicken; so arbeitete Edwin ein Jahr lang als Arbeiter auf der Missionsstation, mit seinem Verdienst wollte er das Studium finanzieren. Doch dann bekam er den Wunsch, in der Mission zu bleiben, und wurde ins Team aufgenommen. Dort lernten wir uns kennen und 2008 haben wir geheiratet.
Nach unserer Hochzeit passte alles, was wir besaßen, in unser Auto. Damit fuhren wir nach Kijabe, einer Stadt nahe Nairobi; dort arbeitete Edwin bei einer christlichen Zeitschrift als Redakteur. Doch wir merkten, dass das nicht für immer unser Platz sein wird – so fingen wir in Edwins Heimat an, ein Haus zu bauen. Im Jahr 2013 zogen wir dort ein.
Wo auch immer wir leben, möchten wir Menschen mit Gottes Liebe erreichen. So kam die Idee auf, durch Volleyball Jugendliche zu sammeln und ihnen dann etwas aus Gottes Wort weiterzugeben. Anfangs stellten wir den Ball dazu; das Feld, auf dem gespielt wurde, hat uns jemand anderes zur Verfügung gestellt.
Später konnten wir ein Feld kaufen, darauf haben wir ein Volleyball- und ein Fußballfeld hergerichtet. Mit der Zeit konnten wir Stück für Stück immer mehr Land dazukaufen. Dann hatten wir den Wunsch, eine Halle mit Indoor-Spielen zu bauen; denn nicht alle sind sportbegeistert und vor allem in der Regenzeit war es schwierig, draußen zu spielen.
Aber wir hatten nicht viel Geld auf dem Konto! Wir überlegten, ob die Halle nicht kleiner gebaut werden sollte – und unser Wunsch nach einer größeren Version könnte dann eines Tages von unseren Kindern umgesetzt werden; doch jemand ermutigte uns, mit dem Vorhandenen anzufangen und es zu bauen. Was wir auch taten.
Für uns ist es immer noch ein Wunder und ein großes Geschenk, dass wir die Halle bauen durften; täglich kommen Kinder und Jugendliche hierher, um zu spielen und Gottes Wort zu hören. Außerdem wird die Halle für verschiedene Veranstaltungen und Treffen genutzt.
Wir können nur staunen, wie Gott uns als Ehepaar zusammengeführt hat und welche Pläne er für uns hatte und noch hat.
Gebetsanliegen
- Dank für die Finanzen, die Halle zu bauen
- Dank für all die Kinder und Jugendlichen, die Gottes Wort hören
- Bitte, dass viele ihr Leben Jesus geben und ihn kennenlernen
