Glaubensschritte
Corona war nur ein Grund, warum sich 2020 viele unserer Pläne verzögert haben. Die verschärfte Sicherheitslage in Nigeria beeinflusste uns ebenso wie die Begegnung mit
Korruption im Alltag. Wie oft waren wir schon kurz davor, endlich ein Grundstück zu erwerben, um dort mit unserem Hauptprojekt, dem Baobab-Bildungszentrum, zu beginnen – und wie oft stießen wir dann auf Hindernisse, die uns leicht entmutigten und alles in Frage zu stellen schienen! Über die Jahre haben wir aber gelernt, dass Vertrauen auf Gott oft schlicht heißt, einen Fuß vor den anderen zu setzen und weitere Schritte zu gehen – und das manchmal auch in eine etwas andere Richtung.
Ganzheitliche Förderung
Da nun viele unserer geplanten Aktivitäten wie zum Beispiel Baumaßnahmen in der Luft hängen, haben wir uns zunächst Bereichen zugewandt, die sonst eher am Rande unserer Vision stehen: Um ein Kind beim Lernen zu unterstützen, stärken wir auch sein Umfeld, seine Eltern und seine Gesundheit. In einem Dorf, wo wir seit fast zehn Jahren jeden Sonntag eine Bibelstunde halten, sind uns die Probleme vieler Familien beständig vor Augen. Dazu gehört etwa, dass Ehen in die Brüche gehen und in der Folge viele Kinder zu benachteiligten Stiefkindern werden, was mitunter ihre Schullaufbahn beendet. In unseren Eheseminaren versuchen wir nicht nur, die Ehen zu stärken, sondern sprechen auch über die Verantwortung, die Vater und Mutter für jedes ihrer Kinder haben. Es berührt uns jedes Mal zu sehen, wie aufnahmebereit die Teilnehmer sind.
Hygieneschulung
Ende des letzten Jahres boten wir erstmals für mehr als 100 Frauen des Dorfes eine Hygieneschulung an. Es hat sich gezeigt, welche wesentliche Rolle Hygiene spielt für die
Vermeidung vieler Krankheiten, die nicht nur Kinder vom Schulunterricht fernhalten, sondern leider auch viel zu häufig zu einem frühen Tod führen.
So hoffen und glauben wir, dass auch diese Schritte uns letztlich zu dem Ziel führen, das Gott uns aufs Herz gelegt hat.
