Glauben lernen zwischen Ferien und Alltag
Das ugandische Schulsystem ist anders, als wir es in Deutschland gewohnt sind: Das Schuljahr beginnt mit dem Kalenderjahr; zwischen den drei Schultrimestern sind jeweils drei Wochen Ferien und in der heißesten Zeit, im Dezember und Januar, sind die großen Schulferien.
Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist, notleidende Kinder und ihre Familien mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen und den Kindern zu helfen, dass sie zur Schule gehen und eine Ausbildung machen können; in den Ferien konzentrieren wir uns auf den ersten Teil, nämlich die Verbreitung des Evangeliums. Deshalb bieten wir einmal im Jahr eine fünftägige Freizeit an in einer zentral gelegenen Internatsschule; dazu laden wir alle von uns unterstützten Schüler ein – das sind zurzeit zwischen 70 und 80 bedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Fünf Tage lang können sie miteinander Gemeinschaft haben, singen, Gott loben und preisen, beten, auf Gottes Wort hören und ihre Fragen loswerden. Mittags wird Fußball und Netzball gespielt, abends zeigen wir entweder ein christliches Video oder wir singen gemeinsam; für die Kleinen gibt es ein Extra-Programm mit biblischen Geschichten und Kinderliedern.
Dieses Jahr fand die Freizeit Ende August statt, wir hatten um die 60 Teilnehmer. Die Rückmeldung der Kinder war gut: Sie fanden die Vorträge ermutigend, inspirierend und hilfreich für ihren Alltag. Das Thema war aus Kolosser 2,7: „Verwurzelt und gegründet und fest im Glauben“. Wir hoffen und beten, dass die Kinder sich im Alltag an das Gelernte erinnern, dass sie im Glauben wachsen und sich nicht von den vielen Einflüssen in der Welt vom guten Weg abbringen lassen.
Von hier aus habe ich meinen vier ugandischen Mitarbeitern geholfen, das Budget aufzustellen und die nötigen Finanzen einzuwerben. Wir sind Gott dankbar, dass Er durch treue Spender wieder alle Unkosten für die Freizeit gedeckt hat.
In diesen Tagen findet für „unsere“ Kinder eine Weihnachtsfeier statt, wir laden sie alle nach Mukono zu uns ins Büro ein. Da bei uns dann Hochsommer ist, stellen wir im Freien ein Zelt und Stühle auf, so dass alle Platz finden. Oft bringen die Kinder ihre kleinen Geschwister mit in der Hoffnung, dass sie auch etwas von dem leckeren Weihnachtsessen abbekommen; aber zuerst wird die freudige Botschaft von Jesu Ankunft auf der Erde verkündet und von Seinem Erlösungsplan. Zum Schluss bekommt jedes Kind noch ein kleines praktisches Geschenk, das ihm im Alltag nützlich ist.
Ihnen allen wünsche ich frohe und gesegnete Festtage. Herzlichen Dank für alle finanzielle Unterstützung und Gebete in diesem Jahr!
