Gemeinde lebt nicht nur vom Präsenzgottesdienst
Seit dem 15. März 2020 haben wir keinen Präsenzgottesdienst mehr erlebt. Die Hoffnungen darauf schwinden auch für 2021. Alles läuft nur noch virtuell, die menschliche Nähe fehlt. Viele Gemeinden haben sich erstaunlich schnell an die neue Situation angepasst und leisten auch den Anordnungen der Regierung Folge. Zumindest in den großen Städten geschieht Gemeinde nun „virtuell“.
Durch den Kontakt, den wir als ETE-Peru mit Gemeinden pflegen, die landesweit unsere Kurse studieren, wissen wir grob, wie es ihnen geht. Was uns die Vereinsmitglieder in der Jahreshauptversammlung im März mitgeteilt haben, geben wir im Folgenden in ausgewählten Zitaten und stellvertretend für viele Gemeinden weiter.
Fragen, Erfahrungen, Hoffnungen
Was nützt uns das Gemeindehaus, wenn wir es nicht nutzen dürfen? · Was sollen wir als Gemeindeleitung machen, wenn Papa und Mama an Covid-19 sterben und die Kinder zurückbleiben? · Wir haben keine Kontrolle mehr! Gott hat die Kontrolle! Oder? · Wir müssen Umwege gehen! · Digitaler Stress! · Stress in den Familien, die schon vorher nicht gut miteinander zurechtkamen. ·
Pause! Pause inmitten der Umtriebigkeit des Gemeindealltags! Zeit, um an mir selbst zu arbeiten: Wo stehe ich? Was bedeutet für mich mein „Nächster“ in dieser Pandemie? · Angesichts von soviel Leid und Traurigkeit bleibt mir nur noch die Vertiefung meines Gebetslebens! · Leid, zu viel Leid, wenn 2 bis 3 liebe Personen auf einmal aus dem Leben gerissen werden! · Ich sehne mich nach Umarmung! Wie kann ich mich umarmt fühlen und dafür sorgen, dass andere sich von mir umarmt fühlen? · Gott hat die Kontrolle! Es eröffnen
sich uns auch neue Chancen! · Wenn Gott mich zu sich holen möchte, dann wird er mich mit oder ohne Corona holen! · Gemeinde ist ein lebendiger Organismus, der auch in Quarantäne-Zeiten funktioniert! Einige erleben sehr schmerzliche Dinge, andere nicht!
Gemeinde lebt, gerade auch inmitten aller Zerrissenheit. Gott sei Dank!
