Gefährliche Arbeit - Mutige Entscheidungen
Ganz in der Nähe erhebt sich mit 4800 m majestätisch der Cerro Rico. Im Lauf der Jahrhunderte haben ihn Bergleute und Schatzgräber mit unzähligen Stollen und Schächten regelrecht durchlöchert. Doch die Suche nach Silber und anderen Erzen ist lebensgefährlich.
Deshalb rufen die Arbeiter ihre Schutzheiligen an, vor allem sucht man Hilfe bei „El Tio“. Bei diesem handelt es sich allerdings nicht um einen lieben Onkel, sondern um den Teufel! Bevor die Bergleute ihre Arbeit beginnen, bringen sie „El Tio“ Opfergaben: Zigaretten und Bier, Kerzen oder einen Dollarschein. Die „Geschenke“ werden niedergelegt an einer bunt geschmückten Figur mit Hörnern und dämonisch grinsender Fratze am Eingang des Bergwerks.
Silber gesucht, Jesus gefunden
Dieser Satanskult, getarnt als „volkstümliches Brauchtum“, gehört zum gewohnten Tagesablauf der Arbeiter, genauso wie der Bergbau zu Potosí. Und er zieht Kreise – sogar bis hinein ins Gefängnis Cantumarca: Da viele der Insassen ehemalige Bergarbeiter sind, werden die düsteren Rituale hinter Gittern weiter praktiziert. Wer nicht mitmacht, bekommt die Wut der anderen zu spüren.
Das Klima in Potosí inmitten der bolivianischen Anden auf 4000 m ist oft eisig – die Ablehnung, die Christen erleben, ebenfalls. Durch unsere SMART-Transformations-Seminare und Gottesdienste haben sich manche der Gefängnisinsassen zu Jesus bekehrt.
Dafür zahlen sie einen hohen Preis: Von ihren Kumpanen werden sie schikaniert und misshandelt. Manche Christen werden morgens bei Minusgraden in ein Fass mit kaltem Wasser getaucht zur Strafe dafür, dass sie den alten Traditionen den Rücken gekehrt haben. Jesus folgen hat Folgen – auch hinter Gefängnismauern!
