Fürchte dich nicht!
„Fürchtet euch nicht!“ Diese Zusage wurde nicht nur den Hirten, Maria und Josef zugesprochen, sondern auch allen anderen, die die Weihnachtsbotschaft vernehmen. Auch wir wollen aus dieser Botschaft Mut schöpfen, denn sie ist Grund zur Freude: Jesus ist gekommen!
Im Alltag haben wir immer wieder Ängste und Sorgen, die uns den Mut rauben wollen, Gott nachzufolgen, erneut nach Peru zu gehen und in Gottes Werk zum Werkzeug zu werden.
Dass dir die Vögel in der Luft über dem Haupte hinfliegen, dem kannst du nicht wehren; wohl aber kannst du dem wehren, dass sie dir in den Haaren ein Nest machen. So können wir uns, wie Augustin sagt, der Anstöße und Anfechtungen nicht erwehren; dass sie uns aber überwinden, dem kann man mit Beten und Anrufen göttlicher Hilfe wohl wehren.
Martin Luther
Doch wir sind nicht die Einzigen.
Viele indigene Christen wissen oft nicht, was sie erwartet, wenn sie sich zum ersten Mal aufmachen, um auf der Missionsstation Cashibo Gottes Wort zu erforschen und mit den Christen vor Ort den Glauben zu leben: Es wird alles anders sein, als man es sonst gewohnt war. Ängste und Sorgen begleiten sie: Schaffe ich das Studium? Was wird aus der Familie? Wer kümmert sich um das Feld und ums Haus, während ich fort bin? Viele Alltagssorgen bewegen uns und sie. Doch über all dem soll die Botschaft der Freude stehen, die uns Mut macht: „Fürchtet euch nicht!“
Immer wieder erleben wir, wie Angst und Sorge überwunden werden können im eigenen Leben und in dem Leben unserer geliebten indigenen Geschwister: Der Blick auf Jesus, die Hinwendung zu ihm in ganzer Abhängigkeit von ihm füllt unser Herz mit Freude und lässt die Furcht weichen.
Doch es bleibt ein tägliches Ringen, sich diese Wahrheiten, die Jesus uns gegeben hat, wirklich bewusst werden zu lassen: Was wir rein logisch begriffen haben, hat unser innerer Mensch noch lange nicht verinnerlicht. Wir brauchen immer wieder Weisheit von oben, um diese Wahrheiten selbst zu leben und sie auch anderen im Alltag weiterzugeben.
„Fürchte dich nicht!“ In Zeiten des Friedens und Wohlstandes klingt das einfach; doch was passiert, wenn die Wogen höher schlagen, als man dachte? Wir sehen, dass unsere indigenen Geschwister zwar oft Leid erfahren, doch trotz der vielen Rückschläge im Leben können sie hoffen – in Christus, der ihnen Frieden gibt.
Furcht hat nicht das letzte Wort, wenn im Herzen Friede wohnt!
Gebetsanliegen
- Vorbereitung der Ausreise
- Ausbau des Unterstützerkreises
- geistliche Frische für den Dienst
