Für Gott kein Problem!
Nach drei Jahren am Stück in Südamerika ist unser Heimatdienst fällig. Doch die ganze Welt befindet sich wegen der Corona-Pandemie im Ausnahmezustand. Was tun? Wir beschlossen, dennoch zu fliegen. Schließlich weiß man ja nicht, wie die Situation nächstes Jahr sein wird.
Getrennte Wege
Als wir am 1. Dezember in Frankfurt landeten, bekamen wir bei der Passkontrolle Probleme: Nadiya hatte keinen biometrischen Reisepass. Obwohl ihr ukrainischer Ausweis noch ein Jahr gültig war, durfte sie nicht nach Deutschland einreisen und sollte mit demselben Flugzeug, mit dem wir gekommen waren, wieder nach Argentinien zurückfliegen. Gott sei Dank
konnten wir erreichen, dass sie stattdessen in die Ukraine weiterfliegen durfte. Weil alles so schnell gehen musste (und für Alternativen wenig Spielraum blieb), haben wir uns dafür entschieden, Nadiya allein dorthin reisen zu lassen. So flog ich, wie geplant, mit unseren vier Kindern über München nach Hannover, während Nadiya mit Polizeieskorte zu ihrem Flugzeug nach Kiew gebracht wurde.
Zehntägige Quarantäne mit vier kleinen Kindern ohne Mama ...
Aber auch hier erlebten wir Gottes unbeschreibliche Hilfe: Liebe Glaubensgeschwister brachten nicht nur nagelneue, passende Kleidung und Schuhe, die eigentlich für ihre Kinder bestimmt waren, sondern auch wertvolles Spielzeug, sodass wir nur staunen konnten. Große Töpfe mit warmem Essen wurden mehrmals bei uns abgegeben.
Ist das nicht ein Zeugnis wahrer, göttlicher Liebe? Und ist es nicht auch ein ganz besonderes Vorrecht für unsere Kinder, zu sehen und zu erleben, wie Gott beschenkt?
Auch Nadiya hatte eine besondere Zeit in der Ukraine. Die Heirat und der Wegzug ihrer Schwester in die USA hatten ihre Mutter schwer mitgenommen, und nun kam unerwartet die große Tochter aus Argentinien. Allein zwar, doch früher als erwartet. Das war für sie alle ein göttliches Geschenk. Am 23.12.2020 kamen wir als Familie wieder zusammen. Gott belohnt Vertrauen!
