Frei vom Alkohol

Leider verstarb Edwins Mutter schon 2004, sie hinterließ neun Kinder und der Vater wollte für sie keine Verantwortung übernehmen. So waren die Kinder recht früh auf sich allein gestellt.

Edwin wusste, dass sein Bruder Amon ein kluger Junge ist und einen guten Schulabschluss machen könnte. So hat er ihn ermutigt, zur Schule zu gehen, und ihm drei Mal eine Schuluniform gekauft – und Amon hat sie jedes Mal verkauft. Schlechte Freunde verleiteten ihn zum Trinken; später versuchte er immer wieder, frei zu werden vom Alkohol, hatte aber oft Rückschläge.

Rückfall

Einmal arbeitete er das ganze Jahr über bei uns, in dieser Zeit trank er nicht; aber als im Dezember die Jungen beschnitten und „zum Mann“ wurden, ging er hin und das Freibier ließ ihn leider in die Alkoholsucht zurückfallen. Immer wieder hat er zeitweise bei uns gearbeitet – wir hofften auf Veränderung.

Diese Zeit war herausfordernd für uns; oft nahm er unerlaubt Sachen mit und manchmal kam er nicht zur Arbeit, da er zu viel getrunken hatte. Unser Pastor war eine Zeit lang Amons Nachbar und ermutigte ihn, zur Kirche zu kommen. Eine kurze Zeit lang ging Amon hin, doch der Alkohol ließ ihn nicht los.

Die Wende

Vor ein paar Monaten fing er an, in eine andere Kirche zu gehen. Von der Predigt wurde er sehr angesprochen, er ging nach vorne und sie beteten für ihn und sein Alkoholproblem. Von da an war er frei vom Alkohol! Mit dem Rauchen hatte er immer noch Probleme; doch jeden Sonntag beteten sie für ihn, bis er auch damit aufhören konnte. Amon sagt, seit er gläubig geworden ist, hat er vor dem Tod keine Angst mehr, was vorher nicht der Fall war. Er hat nun auch keine Albträume mehr, sondern Frieden im Herzen, was er davor nie kannte.

Vor Kurzem fand seine Taufe statt, wir konnten dabei sein. Für uns ist das ein großes Geschenk – jahrelang haben wir für ihn gebetet, manchmal wollten wir die Hoffnung schon aufgeben.

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