Frau Maria vergibt
Durch eine Kinderwoche im Freien kamen vier kleine Geschwister zu unserer Gemeinde. Als wir die Familie in ihrem einfachen Holzhäuschen besuchten, lernten wir die unglückliche Mutter der Kinder kennen – sie versuchte, ihre Probleme mit Alkohol hinunterzuspülen. Sie nahm unsere Einladung in die Gemeinde an, und am nächsten Sonntag saß Frau Maria mit ihren Kindern im Gottesdienst.
Bei einem erneuten Besuch erklärten wir ihr das Evangelium, knieten uns hin und sie übergab ihr Leben unserem Herrn. Nach der Bitte um Sündenvergebung bat sie, doch eine gute Ehefrau und Mutter sein zu können. Wie sah das denn so aus mit dem Ehefrau-Sein? Jeden Tag, wenn ihr Mann von der Arbeit nach Hause kam, duschte er, zog sich um, um mit seinen Freunden das Leben zu genießen, mit Alkohol und anderen Frauen.
Evangelisation mit dem Bügeleisen
Was veränderte sich nun? Statt zu streiten, legte Frau Maria nun täglich die Kleidung ihres Mannes gebügelt aufs Bett. Sie kam weiter mit ihren Kindern zur Gemeinde, lud andere Frauen ein. In ihrem Haus hatten wir eine Frauen- und Bibelstunde. Ihr Aussehen war völlig verändert, obwohl ihr Mann immer noch denselben Weg ging.
Nach einiger Zeit blieb er mehr zu Hause, doch wenn wir kamen, sprang er hinten aus dem Fenster. Wochen vergingen … Nun hörte er im Nebenraum der Bibelarbeit zu und nach geraumer Zeit setzte er sich mit ins Wohnzimmer. Bei einem Besuch von Onkel Erni (Ernst Klassen, Bibelschullehrer aus Brake) bekehrte er sich.
Vergebung verändert
Später gab er in einem Gottesdienst sein Zeugnis: „Zum ersten Mal reichte unser Geld am Monatsende.“ Frau Maria hatte vergeben, bevor sie darum gebeten wurde, und es hat sich enorm viel verändert. Heute sind die vier Kinder erwachsen und dienen unserem Herrn in verschiedenen Gemeinden an verschiedenen Orten.
Wir sind Euch allen von Herzen dankbar, dass Ihr uns diesen Dienst ermöglicht habt, und bitten, dass Ihr uns weiterhin unterstützt, die Vergebung zu verkündigen, die Veränderung bringt!
