„Finish Well“ – gut beenden
In den vergangenen Monaten haben wir persönlich und als Organisation mit so vielen Veränderungen wie noch nie zuvor zu tun gehabt. Bei Connect leben wir nach dem Prinzip „Finish Well“, was übersetzt so viel bedeutet wie „gut beenden“. Wir meinen damit, dass alles, was man zu Ende bringt, mit bestem Wissen und Gewissen abgeschlossen werden
soll, indem man sein Bestes gibt und bewusst und mit Integrität handelt und endet.
Dieses Prinzip ist natürlich kein Allheilmittel dafür, dass alles, was man beendet, auch wirklich gut zu Ende geht. Allerdings kann es bedeuten, dass man ein reines Gewissen haben kann, wenn man sein Bestes gibt, und den Rest Gott überlässt. Dadurch kann unser Kontrollzwang vor allem in Zeiten der Veränderung erheblich verringert werden.
Enttäuschendes Ende
Das durften wir selbst erfahren bei zwei anstehenden Veränderungen, die leider nicht so harmonisch verlaufen sind wie erhofft. Wir mussten uns von unserer engsten Angestellten und Vertrauten seit unserer Ankunft in Thailand verabschieden und zudem das Arbeitsverhältnis mit unserer übergeordneten Organisation beenden. Beides war schmerzlich und nahm ein enttäuschendes Ende, trotz bester Vorkehrungen und Absichten.
Da ich dazu neige, jedem alles Recht machen zu wollen, gehen mir Beziehungsbrüche sehr an die Nieren. Sofort suche ich dann den Fehler bei mir, denn es ist ja wichtig, Verantwortung zu übernehmen. Enttäusche ich jemanden, gehe ich davon aus, dass es meine Schuld ist. Oft lade ich mir damit aber die Verantwortung anderer auf und trage deren Fehler als meine.
Wer trägt wofür Verantwortung?
Das „Finish Well“-Prinzip hilft, das zu unterbinden. Solange ich weiß, dass ich mit bestem Wissen und Gewissen handle und mich so verhalte, wie Gott es mir aufgetragen hat, kann ich die Reaktion der anderen deren Verantwortung sein lassen. Ich tue, was ich kann, und überlasse Gott den Rest. Kontrollieren kann ich nur mich selbst, nicht andere – und Herzen verändern kann nur Gott! Meine Aufgabe ist es, meine Mitmenschen zu lieben und nicht mich selbst durch deren Reaktionen weniger liebenswert zu sehen.
