„Es gibt keinen Platz!“

Carlos* ist gerade mal 14 Jahre alt, als sein „bester Freund“ ihn einlädt, ihn auf einer Weltreise zu begleiten für Carlos war es die Chance, das Leid in dem Armenviertel Brasiliens hinter sich zu lassen.

Da sein Freund ihm geraten hatte, niemandem davon zu erzählen, verließ er seine Heimat still und leise. In Mosambik angekommen, musste er feststellen, dass sein „Freund“ ihn nun zwang, Drogen zu verkaufen. Auf sich allein gestellt, kämpfte er sich durch, bis er schließlich auf suspekte Weise nach Kapstadt geschmuggelt wurde, nur um dort dann wieder zum Drogenhandel gezwungen zu werden. Dies ist nur eine Geschichte von vielen! Auf den Straßen Kapstadts sind viele Kinder und Jugendliche anzutreffen, die teilweise sogar von ihren eigenen Eltern verkauft und als Sexsklaven und Drogenschmuggler missbraucht werden.

Momentaufnahme „Corona“

Da durch die Pandemie die Armut im Land steigt, werden aus purer Verzweiflung heraus immer mehr Kinder in den Menschenhandel verkauft.

In den vergangenen Jahren ist eine beängstigende Zunahme des Menschenhandels an Kindern und Jugendlichen zu beobachten. Die Sicherheitskräfte greifen kaum ein, da es keine Unterbringungsmöglichkeiten gibt. So werden Minderjährige täglich weiter in die Prostitution oder den Drogenhandel verkauft.

Daher ist es uns als „Hope Risen“ ein dringendes Anliegen, ein Kinder- und Jugendschutzhaus aufzubauen, wo sie Heilung und Schutz erfahren, eine Schulausbildung absolvieren
dürfen und vor allem Jesus kennenlernen können. Die Ungewissheit, wann ich wieder nach Südafrika zurückkehren werde, ist kaum auszuhalten – dennoch bin ich dankbar, dass ich die Zeit nutzen konnte, um Unterstützer für dieses Projekt zu gewinnen. Die Vorbereitungen sind erstaunlich vorangegangen und wir sind zuversichtlich, dass uns die Behörden in Kapstadt auch weiterhin darin unterstützen werden. Gott sei Dank! Falls du mehr Informationen möchtest und dich eventuell an diesem Schutzhaus für Kinder und Jugendliche beteiligen möchtest, würden wir uns sehr freuen!

Kürzlich durfte ich im Fernsehen ein Interview über meine Arbeit geben. Wenn ihr im Internet einfach „Salome Geiger Regio TV“ eingebt, könnt ihr das Video finden.

Salomes Arbeit unterstützen

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Salomes Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

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An einem der meistbefahrenen Truck-Stops Südafrikas haben wir Lastwagenfahrern zugehört – und waren erschüttert über das, was sie uns erzählten: Monate ohne Familie, tiefe Einsamkeit, Erlebnisse, die Spuren hinterlassen.
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