Einfach nicht aufgeben!
Wir fanden einen Anwalt, der uns juristische Unterstützung bot und uns durch den gesamten Adoptionsprozess begleiten sollte.
Die ersten Papiere wurden besorgt und beglaubigt, und wir begannen voll Zuversicht. Doch im März 2020 legte die Corona-Pandemie das Land lahm und alle Behörden wurden geschlossen, es galt ein landesweites Fahrverbot … Trotz der Schwierigkeiten arbeiteten wir an den Unterlagen für die Adoption weiter, wir brachten Boaz' Mutter immer wieder in die Hauptstadt Kampala, um ihre psychische Erkrankung von Ärzten bestätigen zu lassen, und hielten an unserem Ziel fest.
2022 öffneten die Ämter wieder und wir mussten einige Dokumente neu beantragen, weil sie mittlerweile abgelaufen waren; außerdem gab es nun ein neues Adoptionsverfahren: Wir mussten unseren Antrag vor einem Panel (Adoptionskomitee) vorstellen und eine Empfehlung einholen, bevor bei Gericht über die Adoption entschieden werden konnte.
Als wir dann den Termin beim Panel bekamen, war Lilli gerade in Deutschland und ich musste allein erscheinen. Am Tag der Anhörung war unser zuständiger Jugendvertreter, der den Fall vortragen sollte, verschwunden; am Telefon sagte er mir, unsere Unterlagen seien verloren gegangen und er sei nach Hause gefahren. So saß ich mit Boaz und seinen Verwandten ohne Dokumente vor dem Komitee und trug unseren Fall vor.
„Seid stark und unerschütterlich! Habt keine Angst und lasst euch nicht durch die Umstände entmutigen, denn der Herr, euer Gott, steht euch bei, wo immer ihr hingeht.“ Josua 1,9
Als wir dann den Termin beim Panel bekamen, war Lilli gerade in Deutschland und ich musste allein erscheinen. Am Tag der Anhörung war unser zuständiger Jugendvertreter, der den Fall vortragen sollte, verschwunden; am Telefon sagte er mir, unsere Unterlagen seien verloren gegangen und er sei nach Hause gefahren. So saß ich mit Boaz und seinen Verwandten ohne Dokumente vor dem Komitee und trug unseren Fall vor.
Es vergingen weitere Wochen und Monate, bis wir im Dezember 2023 den Gerichtstermin bekamen. Trotz aller Widrigkeiten und nach schließlich fast sechs Jahren voller bürokratischer Hürden und Prüfungen erhielten wir kurz darauf die ersehnte Nachricht: Boaz ist nun nach ugandischem Recht unser Sohn.
Zwar liegen noch weitere Schritte vor uns, nämlich die Anerkennung in Deutschland; doch sind wir dankbar, dass Gott uns durch diese turbulente Reise geführt hat. Ich habe stundenlang Unterlagen kopiert, sortiert und abgeheftet – aber immer mit einem Ziel vor Augen: Boaz hat bei uns ein Zuhause gefunden.
Wie geht es weiter?
Nach all den Jahren voller Herausforderungen und Prüfungen steht uns nun im Sommer der Heimataufenthalt bevor: eine Zeit des Durchatmens, um uns danach auch auf Joys Adoption vorzubereiten.
„Seid stark und unerschütterlich! Habt keine Angst und lasst euch nicht durch die Umstände entmutigen, denn der Herr, euer Gott, steht euch bei, wo immer ihr hingeht.“ Josua 1,9
Mit diesem Vertrauen blicken wir voller Hoffnung auf die Zukunft und sind bereit für die neuen Abenteuer, die vor uns liegen.
