Ein Name – offene Türen

Nachdem ich schon viele Jahre in Südafrika gelebt hatte, beschloss eine meiner Kolleginnen eines Tages, dass ich einen Zulu-Namen brauche. Für mich war das eine große Ehre, nach so langer Zeit einen Schritt näher an das Herz der Menschen hier zu kommen.

Weil ich gerade einige Jahre der Krankheit hinter mir hatte, wurde mein neuer Name Nqobile. Das bedeutet „Eroberer“ oder „Sieger“. Sie spielte damit auf meinen Sieg über Krankheit und Herausforderungen an. Ich konnte damals noch nicht ahnen, welche Kraft dieser neue Name einmal haben würde.

Ich konnte damals noch nicht ahnen, welche Kraft dieser neue Name einmal haben würde.

Heute stelle ich mich in den Townships immer als Nqobile vor – und das öffnet Türen. Nicht nur für meine Begleitung von Erzieherinnen, sondern auch zu den Herzen der Menschen, denen ich begegne. Es zeigt ihnen: Ich komme ihnen entgegen, ich begegne ihnen dort, wo sie sind, und ich achte ihre Herkunft.

Wenn ich, wie vor ein paar Wochen, von Buhle, einer Kindergartenleiterin, liebevoll „Nqobs“ genannt werde, berührt mich das sehr. Ich darf Teil ihrer Welt sein und mit ihnen ihren Weg gehen. Das hat Nähe geschaffen, nicht nur für die Unterstützung in der pädagogischen Arbeit, sondern auch dafür, Licht zu sein und mit meinem Leben und meinen Worten auf Jesus hinzuweisen.

Im ersten Korintherbrief schreibt Paulus: „Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.“ Für mich ist es ein Privileg, mein Verhalten anzupassen, um Menschen in den Townships dienen zu können. Das ist nicht immer einfach. Denn auch wenn ich Nqobile bin, bleibe ich doch auch Prisca, mit deutschen und brasilianischen Wurzeln.

Und dennoch möchte ich Menschen genau dort erreichen, wo sie sind, und ihnen von dem Namen erzählen, der über allen Namen steht: Jesus.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Priscas Blog

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unterwegs | Ausgabe 2/2025
Ich begleitete Amahle, eine Erzieherin im Township, mit Geduld und Gesprächen über den Glauben. Dann wurde sie beim Stehlen erwischt. Ich frage mich: War meine Zeit mit ihr umsonst – oder hat Gott längst etwas begonnen und ich kann es nur nicht sehen?
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unterwegs | Ausgabe 1/2025
Als ich auf der Erdpiste zur Beerdigung fuhr, konnte ich nicht ahnen, dass ich am Ende des Tages Schönheit und Hoffnung mit nach Hause nehmen würde, dass Gott meine Trauer in Freude umwandeln würde.
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Update
Wie wird man Missionar? Wie bist du nach Südafrika gekommen? Solche Fragen begegnen mir in meinem Alltag sowohl in Südafrika, wo ich als Missionarin unterwegs bin, als auch von Menschen aus Deutschland und Brasilien, Länder mit denen ich die Zeit vor Südafrika verbinde. Und ja, meine Zeit vor dem Missionarssein in Südafrika war in einer gewissen Weise immer schon von Mission geprägt. Wie? Lasst euch mit hineinnehmen in die Zeit, als alles begann.