Ein Moment der Wertschätzung

Jeden Mittwoch besuchen wir das Kwìkwèxwelhp-Gefängnis in Kanada und begegnen den Insassen mit offenen Ohren und Herzen, voller Hoffnung und mit viel Gebet, dass unsere Zeit etwas bewirkt. Oft fragte ich mich: Macht unsere Arbeit dort wirklich einen Unterschied? Im April erhielt ich eine Antwort, die mich tief berührt hat.

Wir wurden zu einer besonderen Zeremonie eingeladen, der „Blanket Ceremony“ – einer besonderen Ehrung für Ehrenamtliche. In einem indigenen Langhaus wurden wir in wunderschöne Decken gehüllt und mit Stirnbändern geschmückt. Doch was dann geschah, berührte mich zutiefst: Ein Insasse trat vor. Er begann zu sprechen, seine Stimme brach, dann kamen die Tränen. Er erzählte, wie sehr unsere Besuche ihm Hoffnung geben und wie viel es ihm bedeutet, gesehen, gehört und wertgeschätzt zu werden – trotz seiner Vergangenheit.

Lasst uns gemeinsam Hoffnung verschenken – mitten hinein in die Dunkelheit.

Als Dankeschön überreichten sie uns eine handgefertigte Holzkiste mit der Aufschrift „Ts‘ithome“ (Vielen Dank) und eine Karte mit einem Schmetterling – ihr Symbol für Veränderung und Hoffnung. In diesem Moment wurde mir klar: Unsere Arbeit bewirkt mehr, als Worte ausdrücken können. Unsere Besuche sind mehr als Termine im Kalender; sie bezeugen unseren Glauben an Jesus und bauen Brücken der Hoffnung.

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