Ein Leben mit Gott ist und bleibt spannend
Dies ist nur eines von mehreren schönen Erlebnissen auf unserer viertägigen „Expeditionsreise“. Normalerweise haben wir Kontakte oder sind zu Gemeindeveranstaltungen eingeladen, wenn wir uns ins Inland Argentiniens aufmachen. Aber dieses Mal kannten wir niemanden aus der Region nördlich der Provinz Buenos Aires, die wir uns zum Ziel gesetzt hatten.
Trotz vieler Erfahrungen und Erlebnissen mit unserem großen Gott sind und bleiben Seine Wege mit uns oft spannend. Normalerweise … ja, normalerweise können wir unterwegs in Gemeinden übernachten oder liebe Glaubensgeschwister nehmen uns bei sich auf. Dieses Mal aber haben wir die zwei letzten Sitzbankreihen aus dem Hyundai-Bus ausgebaut und uns so eine kostenlose Unterkunft verschafft – was nur möglich ist, da zwei unserer vier Kinder nicht mitkommen konnten.
Genügsamkeit und dennoch Großzügigkeit, Dankbarkeit gepaart mit Vertrauen – das macht ein frohes Herz, das gerne Gottes Willen tut.
In der katholischen Kleinstadt Villa María hielten wir an einer wenig befahrenen Straße am Ortsausgang. Wir lagen auf unseren Luftmatratzen und waren gerade am Einschlafen, da bemerkten wir ein blaues Blinklicht. Wir hoben die Köpfe und blickten durch die mit Tönungsfolie abgedunkelte Scheibe: Polizei! Besorgte Nachbarn hatten sie gerufen. „Alles okay“, sagten sie nach einigen Minuten und verschwanden wieder in der Nacht.
Seit nun schon zwölf Jahren sind wir als Missionare nach Argentinien ausgesandt. Unser Wohnsitz ist in Buenos Aires, wo wir, Nadiya (Ukrainerin) und ich (Deutscher, gebürtig aus Uruguay) zusammen mit unseren vier Kindern im Alter zwischen fast 16 und 8 Jahren die Missionstätigkeit fortsetzen, die meine Eltern vor 35 Jahren begannen. Dank dem Kindergeld, das das Schulgeld anfangs voll abdeckte, nun aber wegen der steigenden Preise nur noch zu 3/5, können wir die Kinder hier zur deutschen Schule schicken (die muss privat bezahlt werden). „Aber keine Panik!“, so sagen wir uns und auch euch.
Gott hat uns zum Missionsdienst berufen und Er ist auch treu im Decken unseres Unterhalts. Trotz mancher Engpässe im Verhältnis zwischen Spendeneingang und Ausgaben hat es Gott uns an nichts fehlen lassen.
