Ein klarer Auftrag!
Für mich als Missionarin war eigentlich immer klar, dass es in meinem Dienst um das Bekanntmachen des Evangeliums geht. Ich erinnere mich noch sehr genau, dass es im ersten Einsatzterm einen „heiligen Moment“ dieser klaren Aufgabenbestätigung gab, als ich Gott fragte, was er mit mir vorhat. Den folgenden Schlüsselsatz schrieb ich dann über meinen Missionarsalltag: Den Japanern das Evangelium auf Japanisch bringen! Darauf folgte die Berufung an das Theologische Seminar in Nagoya, wo ich Gottes Wort lehren durfte.
Das Mittel dem Ziel anpassen
Bei dem Auftrag, Menschen mit dem Evangelium bekanntzumachen, gibt es viele Ansätze. Ein Hilfsmittel war für mich zum Beispiel, die Menschen da abzuholen, wo sie stehen. Ich erinnere mich noch gut, dass biblische Seelsorgekurse eine Art Mittel zum Zweck wurden, um die Lösungen der Bibel über die eigenen Probleme zu stellen. Da erlebte ich Heilung der Kursteilnehmer und innere Gesundung.
Bei jeder neuen Aufgabe musste ich lernen, mich neu mit der Frage meines Zieles auseinanderzusetzen. In der letzten Gemeindearbeit in Fukushima war beispielsweise Englischunterricht für Kinder und Erwachsene dran. Diese Aufgabe konnte ich nur mit Hingabe tun, weil mein Ziel klar war: in jeder Sprachstunde für zehn Minuten eine biblische Geschichte erzählen. Englisch war in diesem Fall das Mittel zum Zweck.
Zurzeit kann ich wegen Corona nicht in Japan sein, aber an meinem Ziel hat sich nichts geändert: Mir ist es wichtig, sowohl im Kontakt halten mit den japanischen Geschwistern als auch in den derzeitigen Diensten in Deutschland das Evangelium in den Mittelpunkt zu stellen.
Online-Glaubenskurs
Ab dem 10. November werde ich zusammen mit Johannes Müller vom Lighthouse Bremen einen digitalen Glaubenskurs anbieten. Ich finde es wichtig, Menschen in der Pandemie die Chance zu geben, sich neu mit dem Evangelium auseinanderzusetzen.
Der Kurs findet bis zum 15. Dezember jeweils mittwochs von 19 bis 20 Uhr statt und ist offen für Interessierte (Anmeldung siehe QR-Code).
Gebetsanliegen
- Dank, dass die Coronazeit neue Wege und Möglichkeiten bietet, das Evangelium bekanntzumachen.
- Betet mit, dass die Zeit der geschlossenen Tür in Japan eine Vorstufe für einen nächsten Schritt bedeutet.
