Ein kinderreicher Hauskreis
Sankt Petersburg, Mittwochabend, im Ortsteil Wologodskaya 15: Ab 18.30 Uhr kommen die ersten Autos an. Hauskreisleiter Sergey mit Frau Oksana sind schon da: Er mit der Bibel, sie in der Küche. Sie haben acht Kinder (4 bis 18 Jahre alt), die alle von klein auf zu Dienern Gottes erzogen wurden.
Jana kam als Zweijährige mit vielen Knochenbrüchen und Krankheiten zu Familie Tolstoi – der Vater ein Alkoholiker, die Mutter auf Abwegen. Heute ist Jana ein gesunder, wohlgeratener Teenager. 2015 lernten sie Pavel kennen, bei seiner Geburt hatte er 700 Gramm gewogen. An beiden Augen war der Sehnerv beschädigt. Pavel sah nur bunte Pünktchen und schielte. Vor einer anstehenden Operation baten Jelena und Grigori ihre Heimatgemeinde zu beten – und nach der Voruntersuchung fragte die Ärztin: „Was haben sie mit Ihrem Kind gemacht?“ Ohne ärztliches Dazutun war Pavels Sehkraft voll wiederhergestellt. Menschlich gesehen unmöglich!
Ebenfalls 2015 kam die neun Monate alte Sveta in die Familie, sie litt unter einer Zerebralparese und einem schweren Trauma: Ihre Mutter hatte ihr kochendes Wasser auf die Zunge gegossen, damit sie aufhören sollte zu schreien. Sie durchlief viele medizinische Untersuchungen, doch alles ärztliche Bemühen half nicht. Aber Grigori bekam den Glauben geschenkt, dass Sveta sprechen würde; sie beteten und nach einigen Tagen sprach Sveta ihr erstes Wort: „Gott“ (russisch: „Bog“, gesprochen oder „boch“). Heute unterscheidet sie sich kaum von anderen Kindern.
