Ein Gott, dem man vertrauen kann
Brasilien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen und als Risikogebiet eingestuft. Das Leben hier ist zurzeit eine große Herausforderung. Wie gut, wenn man
weiß, dass Gott und nicht ein Virus das letzte Wort über unser Leben hat! In Psalm 139,16 steht: „Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!“
Plötzlich selbst betroffen
Diese Worte habe ich in den letzten Wochen immer wieder Bekannten und Freunden zugesprochen, wenn sie Todesfälle, die durch das Covid-19-Virus verursacht wurden, zu verkraften hatten. Und dann war ich plötzlich selbst betroffen: Mit Husten und Lungenschmerzen fing es an. Dann wurde das Atmen schwer, die Stimme war weg. Ich hatte große Angst, dass ich ins Krankenhaus muss, da viele Patienten, die hier in Kliniken künstlich beatmet werden, sterben.
Immer wieder kam mir der Vers aus Psalm 139 in den Sinn. Ich hatte ihn für andere ausgewählt, nun gab er mir selbst in meiner Angst und Unsicherheit Trost und Sicherheit. Mir wurde bewusst: Egal, was kommt, Gott hat mein Leben in der Hand. Immer und unter allen Umständen, auch während der Pandemie. Das hat mich ermutigt, Gott ganz neu zu vertrauen.
Gott ändert sich nicht, auch nicht in der Pandemie
Unterstützt wurde ich von meinem christlichen Hausarzt, der rund um die Uhr für mich erreichbar war und mich mit Medikamenten gegen die Schmerzen versorgte. Er hat mich ermutigt, daran festzuhalten, dass ich auch ohne Krankenhausaufenthalt wieder gesund werden kann. Und tatsächlich, es geht mir langsam wieder besser.
Ich bin Gott von Herzen dankbar für seine Nähe während der akuten Krankheitstage und für den Trost, den er mir durch diesen Bibelvers geschenkt hat. Er ist ein Gott, dem man vertrauen kann und der sich nicht wegen einer Pandemie ändert. Alle Tage meines Lebens hat er in sein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!
Danke für Ihre Begleitung im Dienst auch im Jahr 2021.
