Ein bisschen Plastikfolie
Regelmäßig besucht Christian ein älteres Quechua-Pärchen, das in sehr ärmlichen Verhältnissen wohnt. In dem Raum stehen nur zwei Betten; es gibt keinen Tisch, keine Stühle. Auf dem Boden liegen dreckige Töpfe, die von hereinlaufenden Straßenhunden abgeschleckt werden. Plastiktüten an der Wand dienen als Kleiderschrank. Der Raum ist voller Fliegen.
Am Muttertag, der in Peru ganz besonders gefeiert wird, brachte Christian diesem Pärchen zur Feier des Tages Essen vorbei und stellte fest, dass unterm Dach noch eine junge Frau mit ihren zwei kleinen Kindern untergebracht ist. Das Zimmer war ganz klein und dunkel und hatte nur Platz für ein Bett.
Auf die Frage, wie er ihr helfen könne, antwortete sie nur bescheiden: „Ein bisschen Plastikfolie wäre schön, damit der Putz von der Decke nicht immer aufs Bett fällt.“ Tief berührt ging Christian nach Hause.
Eine ewige Hoffnung
In solchen Momenten schämen wir uns häufig und fragen uns, wie wir der Armut hier konkret begegnen und Lebenssituationen verbessern können. Vielmehr jedoch wollen wir den Menschen begegnen, sie sehen und ihnen sagen: Gott sieht dich! Auch in deinem Elend!
Wir wollen den Menschen hier von der Hoffnung erzählen, die wir bei Gott gefunden haben. „Er wird ihnen alle Tränen abwischen, es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei.“ (Offb 21,4)
Es ist schön und überhaupt nicht verwerflich, ein schönes Zuhause zu haben, aber wichtiger als aller Reichtum dieser Welt ist es für Gott, dass wir eine Beziehung zu ihm haben.
Eine „Nacht der Hoffnung“
Vor allem unter den Jugendlichen ist uns hier eine extreme Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit aufgefallen; nicht selten hören wir von Suizid-versuchen Jugendlicher im Krankenhaus. Daher wollen wir demnächst einen Konzertabend für Jugendliche unter dem Motto „Nacht der Hoffnung“ veranstalten, um einen Funken neuer Hoffnung zu schenken.
