Ein Anfang ist gemacht

Es ist alles da: Puppen, afrikanische Wickeltücher und kleine Kochtöpfe in der einen Spielecke; Fahrzeuge und Bausteine in der anderen. Puzzles, Brettspiele, Wasserfarben und Buntstifte liegen bereit. Neugierige Eltern, die einen Blick in die Klassenzimmer wagen, staunen über die Ausstattung, die sonst nicht einmal in teuren Privatschulen zu finden ist.

Wir halten einen Moment inne:

Ja, hier wird eine Vision Wirklichkeit, die uns seit Jahren am Herzen liegt: Kinder, die die Gesellschaft vergessen hat, erhalten hochwertige Bildung!

Der erste Schritt

Der Blick zurück lässt uns staunen: So vieles ist passiert, seit wir vor uns vier Jahren diesem neuen Projekt zugewandt haben. Wir hatten nichts als unsere Vision im Gepäck und wussten nur den ersten Schritt: Das alte Projekt verlassen und losgehen.

Seither sind wir tausende kleiner und großer Schritte gegangen. Selten waren die nächsten vorherzusehen; nur das Ziel war immer klar. Rückschläge und Herausforderungen haben uns manches Mal die Richtung ändern lassen. Nun war die Ziellinie auch nur ein weiterer, kleiner Schritt.

"Aller Anfang ist schwer"

… sagt man, und auch wenn es nicht immer zutrifft, so doch sicherlich hier; denn es gilt noch so manches zu organisieren und zu improvisieren! Eine Lehrerin kann ihre Wohnung noch nicht beziehen und wohnt daher erst einmal sechs Wochen bei uns. Der Fahrer des Schulautos muss erst noch gefunden werden, sodass Elijah morgens die Route übernimmt. Eine Lehrerin, die gerade erst eingestellt wurde, tritt die Arbeit nun doch nicht an, also muss die andere Lehrerin beide Klassen gemeinsam unterrichten, bis Ersatz gefunden ist. Die Schuluniformen sind noch nicht geschneidert. Als Regale dienen Pappkartons...

Mit afrikanischer Gelassenheit sagen wir uns jedoch: Weiter immer nur ein Schritt nach dem anderen. Doch ein Anfang ist gemacht – und das ist großartig!

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