Ein Amulett fällt - ein neues Leben beginnt
„So habe ich die Gute Nachricht von Jesus noch nie gehört und verstanden“, sagte eine Frau zu Clauvis. Dabei gehörte sie seit Jahren zur katholischen Kirche in ihrem Dorf.
Wir waren mit dem Hubschrauber in Ambodisakoana gelandet. Kaum ausgestiegen, begann Evangelist Jean-Claude, unterstützt von dem Übersetzer Clauvis, voller Leidenschaft zu predigen. Am Nachmittag mussten wir zum Tanken weiterfliegen, aber Clauvis blieb im Dorf. Er zeigte Lehrfilme über Jesus und erklärte, was Jesus für uns getan hat.
Die Menschen waren so hungrig nach der Wahrheit, dass sie Clauvis baten, alle fünf Filme gleich noch einmal zu zeigen. Am Ende trat die Frau des Dorfchefs nach vorn, sie wollte ihr Leben Jesus geben. Um den Hals trug sie ein Amulett mit kleinen Anhängern – Zeichen des tief verwurzelten Ahnenglaubens und Instrument der Zauberei.
Entschlossen nahm sie es ab und sagte, sie wolle es verbrennen. Sie wolle sich ganz von den alten Bindungen lösen und Jesus nachfolgen.
Entschlossen nahm sie es ab und sagte, sie wolle sich ganz von den alten Bindungen lösen und Jesus nachfolgen. Wer die madagassische Kultur kennt, weiß, welch gewaltiger Schritt das ist.
Am nächsten Tag flogen wir weiter nach Andranoboka. Dort predigte Jean-Claude erneut, diesmal unter sengender Sonne, bei 40 Grad und ohne Schatten. Er hatte selbst Plakate gestaltet, um zu zeigen, wie Jesus durch das Kreuz den Weg zu Gott freigemacht hat.
Wir sind so dankbar für Menschen wie Jean-Claude, die bereit sind, mit uns im Busch zu übernachten, um auch die entlegensten Dörfer mit der Guten Nachricht zu erreichen – häufig nicht mit dem Hubschrauber, sondern über sehr holprige Straßen im Geländewagen.
Als wir am Ende der Woche zur Basis der helimission zurückkehrten, sagte Clauvis zu mir: „Ich habe all die Dörfer gesehen, über die wir geflogen sind – oft sind es ja nur ein paar Häuser. Mein Herz war tief bewegt. Es gibt noch so viel zu tun! So viele Orte, an denen Menschen den Namen Jesus noch nie gehört, geschweige denn sein Werk verstanden haben! Wir wollen nicht müde werden, ihnen davon zu erzählen.“
Für solche Missionseinsätze brauchen wir Gebetsunterstützung.
Damit Menschen wie die Frau in Ambodisakoana die Gute Nachricht nicht nur hören, sondern wirklich verstehen, sind Einsätze wie dieser nötig; häufig sind sie eine körperliche und geistliche Herausforderung.
Gebetsanliegen
Bitte begleitet diese Arbeit im Gebet: um offene Herzen, Schutz auf den Reisen, Kraft für die Teams vor Ort und darum, dass noch viele Menschen die befreiende Botschaft von Jesus ganz neu begreifen.
