Die Gute Nachricht trotz geschlossener Kirchen
Wir hatten dieses Jahr einen zweiten harten Lockdown – Schulen und Kirchen wurden im Juni wieder geschlossen; doch dieses Mal waren wir gut vorbereitet: Schon im ersten Lockdown im letzten Jahr hatten wir unsere Gemeindearbeit auf Kleingruppen und Hausbesuche umgestellt, so konnten wir sehr schnell und einfach auf bestehende Strukturen zurückgreifen.
Mit dem Motorrad unterwegs
Die Menschen in unseren Dörfern haben keinen Zugang zum Internet oder zu Online-Gottesdiensten; so haben wir uns entschlossen, die Leute in den Dörfern zu besuchen und ihnen das Evangelium zu bringen. Letztes Jahr wurden uns vier Motorräder gespendet; damit kommen wir jetzt ganz schnell und einfach überall hin, wo das Evangelium hin muss. Wir sind zum Teil die ganze Woche unterwegs, um die einen zu ermutigen, für andere zu beten und wieder andere mit Lebensmitteln zu versorgen. Kein Lockdown kann uns davon abhalten, die Gute Nachricht von Jesus weiterzusagen.
Ohne Dolmetscher
An einem Donnerstagnachmittag war ich allein unterwegs. In der ersten Hütte fand ich jemanden, der etwas Englisch konnte; ich erklärte einen Vers und betete mit der Familie. Dann fuhr ich weiter zu einem älteren Mann aus der Gemeinde. Er hielt gerade sein Mittagsschläfchen im Schatten, als er das Motorrad hörte; er freute sich sehr, mich zu sehen, und wir beteten gemeinsam. Anschließend besuchte ich eine ältere Witwe, die kein Wort Englisch versteht; ein Nachbarsmädchen half mit Übersetzen, ich betete für ihre Schmerzen im Rücken und in den Augen. Dann hielt ich bei der Familie eines Mädchens aus unserer Jugend; sie selbst war zwar nicht zu Hause, dafür ihre beiden Brüder. Ich erklärte ihnen das Evangelium und sie übergaben ihr Leben Jesus.
