Die ewige Sehnsucht
Das portugiesische Lebensgefühl lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Saudade. Damit wird das Gefühl der Sehnsucht oder des Vermissens/Verlangens beschrieben. Auch die traditionelle Fado-Musik spiegelt dies wider.
Viele Leute in Portugal befinden sich in einem ewigen Zustand der Wehmut. Das Leben ist scheinbar immer kompliziert und man sehnt sich nach den guten alten Zeiten, nach dem Ende dieser schweren Woche, nach einer Zeit, in der es endlich besser ist. Natürlich trifft das nicht auf alle Leute zu, aber die grundlegende Stimmung des Landes lässt sich gut als Schwermut beschreiben.
Jesus ist unsere lebendige Hoffnung
Genau hier wollen wir eingreifen: Jesus ist unsere Hoffnung auf ein besseres Leben und das Ende aller Probleme! Zwar hat Religion in Portugal einen hohen Stellenwert, doch meist handelt es sich um Traditionen und um Gebete zu Maria. Jesus spielt eher eine Rolle im Hintergrund.
Ich erinnere mich noch daran, wie ein Mädchen, mit dem ich lange Zeit Bibel gelesen hatte, das erste Mal in einer Gruppe laut gebetet hat. Sie kommt aus katholischem Hintergrund und weiß bis jetzt nicht genau, welcher Glaubensrichtung sie sich zugehörig fühlt. Sie erzählte mir, dass Beten für sie immer hieß, auswendig gelernte Texte aufzusagen.
Beten ist echte Begegnung mit Gott
Je mehr Zeit sie mit mir und anderen Christen verbrachte, desto mehr bemerkte sie, dass unser Glaubensleben anders aussah. Langsam begann sie, zu ihren gelernten Gebeten auch ihre eigenen Worte hinzuzufügen. Ihre Beziehung zu Gott wurde lebendiger, als sie merkte, dass Gott sich wirklich für sie interessiert. Auf einmal fühlte sie, dass Gott ihre Gebete tatsächlich hört. Beten ist nicht mehr nur ein leeres Ritual, sondern eine echte Begegnung mit Gott!
Nur Jesus kann eine Antwort auf die „Saudade“ in Portugal sein. Betet mit uns, dass wir diese Botschaft vorleben können.
