Dennoch

Aufstehen, Bett ausschütteln und nach Tierchen absuchen, Sicherung anstellen, um Wasser zu bekommen (Schade, der Tank ist noch leer!), neue Insektenstiche mit dem Brennstift behandeln, frühstücken. Danach über steinige, aufgerissene Straßen zur Sprachschule schnaufen und dabei oft mit einem Stein in der Hand an den streunenden Straßenhunden vorbeieilen.

Im Anschluss auf dem Markt Obst und Gemüse kaufen und zu Hause alles in Chlor einlegen, um es zu desinfizieren. Uns und die Kinder vor dem Rausgehen mit Sonnenschutz eincremen, Hut und Maske aufsetzen und ihnen gut zureden, dass sie auch mit einheimischen Kindern spielen können, obwohl sie sich sprachlich (noch) nicht verstehen.

„Warum tun wir uns das an?“

Gegen sechs geht bereits die Sonne unter, die Hunde werden wieder lauter und wir würden uns am liebsten schon mit den Kindern schlafen legen, weil die Höhe, die Sprache und all das Neue uns so müde machen: So in etwa sieht aktuell unser Tagesablauf in Curahuasi aus. So viel komplizierter, anstrengender und auch gefährlicher ist das Leben hier; in unseren ersten Wochen in Peru haben wir uns schon öfter gefragt: „Warum tun wir uns das eigentlich an?“

Blickwechsel

Und trotzdem bleiben wir, weil wir uns sicher sind, dass dieser Ort für uns jetzt gerade der richtige ist. Und dennoch vertrauen wir darauf, dass Gottes Zusage und sein Weg mit uns feststeht, auch wenn es gerade anstrengend ist. Wir wollen unseren Blick heben und erkennen, an welchen Stellen unseres Alltags Gott durch uns wirken möchte und wie wir hier konkret der Armut begegnen können. Wir wollen uns nicht mehr so sehr mit uns und unserem Alltag beschäftigen, sondern sehen, dass Jesus jedem von uns ein „Dennoch“ anbietet. Gott beschenkt uns, wenn wir Schritte mit ihm wagen. Ja, es kostet Kraft; aber wir wollen darauf vertrauen, dass aus dem „Dennoch“ etwas unfassbar Großartiges wird. Unser Motto bleibt: Diospi Suyana – Wir vertrauen auf Gott.

Gebetsanliegen

  • Weisheit für die Begegnung mit der Armut
  • Geduld und Liebe für die Kinder
  • schnelle Fortschritte im Spanischlernen
  • Kraft für das „Dennoch“ in unserem Alltag
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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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