Dankbarkeit bringt Zuversicht

Am 2. Dezember flog ich in einem fast leeren Flugzeug nach Peru; zwei Wochen später wurden wegen der zweiten Corona-Welle in Deutschland bis Ende Dezember alle Flüge abgesagt. Gottes Planung war perfekt.

Gott führt und bewahrt

Nach zwei Wochen Quarantäne in Lima plante ich, nach Huariaca zu fahren. Ein befreundetes Ehepaar lud mich ein, mich im Auto mitzunehmen; einen Tag vor der Abfahrt wurde die
Fahrt abgesagt. Bei einer Busgesellschaft bekam ich einen Sitzplatz – für einen Tag später. Durch den verschobenen Abreisetermin blieb mir noch Zeit, ein von mir abgeschicktes Paket, das aus Deutschland ankam, aus dem Zoll zu fischen.

Die Busfahrt dauerte 22 statt 8 Stunden, da die Passstraße durch Schnee, einen Unfall und unverantwortliche Fahrer blockiert war, sodass wir nur im Schritttempo vorwärtskamen. Ich bin dankbar für Gottes Führung und Bewahrung. Inzwischen sind wieder zwei Wochenvergangen und ich bin trotz der langen Fahrt im Bus gesund geblieben.

Bürokratieaufwände

Meine Nachfolgerin hat viel zu erzählen, die Zeit hat sie im Glauben wachsen lassen: Ein staatliches Amt hat seit fünf Monaten ununterbrochen Informationen verlangt, vieles auch aus der Buchhaltung. Unser Buchhalter lebt in Lima und gehört zu den Risikopersonen, Reisen war für ihn ausgeschlossen. Also muss und musste sie vieles allein bewältigen und das, wo die Frist für die Abgabe immer nur drei Tage nach Erhalt der Information betrug. Gerade heute kam wieder so eine Anforderung per E-Mail 'rein: Es werden Fotos verlangt und weitere Unterlagen als Beweis, dass wir wirklich dieses oder jenes Material im Wert von z. B. 20 Euro für die Schule verwendet haben.

Da heißt es, vertrauen auf Gottes Hilfe und Treue. Und immer freundlich die angeforderten Informationen versenden. Beten wir um Bewahrung vor Ungerechtigkeit und dass die Angestellten des Amtes verstehen, dass unsere Unterlagen in Ordnung sind und wir keine Schmiergelder bezahlen. Gott sei Dank haben wir ab Februar eine neue Buchhalterin, die wieder vor Ort arbeiten wird. Auch da hat unser Gott vorgesorgt.

Annemaries Arbeit unterstützen

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Annemaries Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

Icon
Aus dem Archiv der VDM (03/22)
Nach 35 Jahren Dienst in Peru bin ich nach Deutschland zurückgekehrt, um mich auf die Pensionierung Ende dieses Jahres einzustellen. Hinter mir liegen Abschlussfeiern, Wohnungsauflösung sowie ...
Icon
Aus dem Archiv der VDM (04/21)
Unsere Buchhalterin ist der Meinung, dass wir keine „obra misionera“, keine Missionsarbeit seien. Sie erklärt mir, dass bei uns die schulische Ausbildung und ihre Finanzierung im ...
Icon
Aus dem Archiv der VDM (02/21)
Anfang März 2020: Während einer Gebetsfreizeit der Frauen-Gebets-Bewegung kommt ein Anruf aus Peru. „Im gerade eröffneten Schuljahr wird es keinen Präsenzunterricht geben.“ Zwei Tage ...