Corona hat verschiedene Seiten
Das letzte Jahr war durch die Pandemie herausfordernd, obwohl die durch Corona eingetretenen Veränderungen auch ihre guten Seiten hatten. Als die Corona-Pandemie Ende März auch in Kenia angekommen war, mussten die Lernhelfer nach Deutschland zurückkehren. Dies bedeutete, dass wir als Eltern unsere Kinder selbst unterrichten mussten. Vincent war damals in der Vorschule, fing jedoch im August mit der 1. Klasse an. Vanessa war in der 4. Klasse, jetzt besucht sie die Realschule. So war es für mich (Susanne) sehr viel Arbeit, die Kinder zu unterrichten und gleichzeitig den Haushalt zu machen, trotz Unterstützung von meiner Nachbarin.
Geschenkte gemeinsame Zeit
In dieser Zeit war Victor immer mit seinem Vater unterwegs. So viel Zeit hätten die beiden ohne die Corona-Beschränkungen niemals zusammen verbringen können! Edwin war oft bei der Halle beschäftigt und bildete mit Victor ein unerwartet gutes Team. Mittlerweile sind neue Lernhelfer eingetroffen und ich durfte das Unterrichten wieder abgeben.
Bei unseren Deutschlandaufenthalten war Edwin immer wieder bestrebt, Deutsch zu lernen. Eigentlich wollte er hier in Kenia damit weitermachen; aber das würde bedeuten, dass er – oder wir als ganze Familie – vorübergehend in die Hauptstadt Nairobi umziehen müssten. Und das wäre kaum vertretbar. Doch durch die Corona-Situation gab es seitens des Goethe-Instituts das Angebot, online am Deutschkurs teilzunehmen. Das war perfekt für uns, denn so konnte Edwin an der Halle weiter arbeiten und für die Jugendlichen da sein.
Jugendtreff in der Sporthalle
Wegen Corona war das Spielen auf dem Fußball- und Volleyballfeld teilweise nicht erlaubt. Nachdem diese Beschränkung weggefallen ist, konnte in unserer Halle ein Jugendtreff entstehen, bei dem die Jugendlichen donnerstags auf der Grundlage von Gottes Wort über verschiedene Themen sprechen. Das war jedes Mal auch eine gesegnete Zeit.
