Ausflüge in den Zoo

Unsere Arbeit im Slum konzentriert sich darauf, vernachlässigte Kinder zu betreuen. Seit über einem Jahr dürfen die Kinder jedoch nicht in unser Zentrum kommen, da Kinder hier nach wie vor die Häuser nicht verlassen dürfen und Schulen geschlossen bleiben. Vor einiger Zeit hatten wir ein Treffen mit den Bezirksleitern. Irgendwann sagte einer der Verantwortlichen: „Ihr müsst damit rechnen, dass noch zwei weitere Jahre keine Kinder in euer Zentrum kommen dürfen.“ Noch zwei weitere Jahre? Wir waren sprachlos.

Gott zeigt neue Möglichkeiten auf

Nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte, beschloss ich, darauf zu vertrauen, dass Gott immer noch das letzte Wort hat. Er hat jedes einzelne Kind im Blick und sieht seine Not. Er wird uns Möglichkeiten aufzeigen, die Kinder und ihre Familien zu erreichen und sie zu begleiten.

Und so öffnete sich etwa zur gleichen Zeit eine Tür: Kindern in unserem Gebiet wurde es fortan erlaubt, ihre Häuser für Sport zu verlassen – und auch Besuche im Zoo waren gestattet! Diese neu gewonnene Freiheit wollten wir nutzen; und so organisierten wir jede Woche mehrere Ausflüge in den Zoo, jeweils mit einer oder zwei Familien. Dazu gehörten zum Beispiel auch Moni, ihre Mutter Ayra und ihre Oma. Ayra sitzt im Rollstuhl. Weil das kleine Häuschen der Familie in einem unzugänglichen Gebiet tief im Slum liegt, kommt es selten vor, dass Ayra ihr Haus verlassen kann.

Auf Händen zum Bus getragen

Unser Mitarbeiter Jay Ar, der auf der Straße aufgewachsen ist und in seiner Kindheit selbst viel Leid erlebt hat, hat immer großes Mitgefühl mit Menschen wie Ayra. In der tropischen Hitze trug er sie durch die engen Wege und Gassen bis zu dem Kleinbus, den wir für den Ausflug angemietet hatten. Für Ayra war es eine große Überraschung, dass wir ihr dies ermöglicht haben. Sie bedankte sich immer wieder und war überglücklich. Auch für Moni und die Oma war es ein unvergessliches Erlebnis.

Leider konnten wir noch nicht mit allen Familien einen Ausflug machen, da wir uns nun wieder in einem harten Lockdown befinden und der Zoo geschlossen ist. Wir beten, dass es bald wieder Lockerungen geben wird.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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Seit vielen Jahren begleiten wir Alma (Name geändert) und ihre Familie. Alle ihre fünf Kinder waren oder sind zum Teil noch in unserer Tagesbetreuung. Die älteren Kinder gehen inzwischen in unsere Jungschargruppe oder nehmen an dem Bibelkurs teil.  
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Annalyn lebte in Gewalt und Angst, ihr Mann schlug sie regelmäßig. Jahrelang verschloss sie ihr Herz. Doch an Weihnachten nahm sie Hilfe an – und fand mehr, als sie erwartet hatte: Hoffnung, Würde und den Glauben an Jesus.
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unterwegs | Ausgabe 1/2025
Vor zehn Jahren haben wir die Tagesbetreuung für Kinder im Slum gestartet. Von Anfang an war es uns wichtig, dass wir trotz der vielschichtigen Arbeit der Betreuung auch die vielen Hunderte, ja, Tausende von Kindern im Slum von Solid Cement erreichen, die nicht regelmäßig in unser Zentrum kommen.