Aus einer Berufung wurde eine Lebensaufgabe
Dies galt für die Vorbereitungszeit in der Missionsgesellschaft, dann setzte es sich in Brasilien fort: Man wusste nicht, wo eine ledige Missionarin eingesetzt werden könnte. Die ersten vier Jahre arbeitete ich mit Ehepaaren zusammen – in drei verschiedenen Stämmen! Es braucht lange, das Vertrauen eines einheimischen Volkes zu gewinnen; in so kurzer Zeit war das nicht möglich. Entmutigung war an der Tagesordnung: Wofür habe ich die Komfortzone in Deutschland aufgegeben?
Wachsen im Vertrauen
Die Wende kam, als ich meinen Mann Moisés Moreno kennenlernte und wir heirateten; Nun hieß es, die DIPM zu verlassen. Damit waren alle Absicherungen abgeschnitten samt Gehalt und Versicherung. Der himmlische Vater sagte zu mir fast hörbar: „Willst du mir vertrauen?“
Er führte mich in die VDM und in die Arbeit mit dem Stamm der Mbya – Menschen, die noch tief im animistischen Glauben verwurzelt sind: Sie glauben, dass Menschen, Tiere und Pflanzen von Geistwesen beherrscht werden, die ihnen schaden können. Angst und Unsicherheit ist an der Tagesordnung.
Nach nun 19 Jahren ist das notwendige Vertrauen gewachsen: Sie fragen mich, wie sie ihre Kranken behandeln können; und das Wichtigste: Sie vertrauen dem Wort Gottes. Immer wieder kommt jemand zur Hauskreisgruppe dazu und möchte eine Bibel haben, um das Wort Gottes besser kennenzulernen. Mit viel Geduld entdecken wir gemeinsam den Willen Gottes und den Unterschied zu der einheimischen Religion – dass zum Beispiel Sonne und Mond keine Götter sind, wie viele annehmen, sondern sie wurden vom Schöpfer erschaffen.
Gebetsanliegen
- mehr Menschen, die Gottes Wort kennenlernen wollen und im Glauben wachsen
- Weisheit beim Vermitteln der biblischen Botschaft
