Aufhören und neu anfangen
Nach 34 Jahren Dienst in der Gemeindegründung und -erneuerung in Frankreich sind wir seit Dezember 2024 wieder in Deutschland. So schwer und herausfordernd unsere Arbeit die ganzen Jahre über auch gewesen ist: Sie hat uns von Herzen erfüllt und wir haben sie leidenschaftlich und mit Begeisterung getan. Wir – und sehr viele Menschen durch uns – durften Gottes Segen erfahren. Wir erlebten, wie viele Lebenssituationen sich durch das Aufnehmen von Jesus Christus zum Guten veränderten. Noch heute sagen uns diese Menschen: „Dieu Merci que vous étiez là!“ (Gott sei Dank, dass ihr da wart!), was wir gerne und dankbar weiterleiten an Ihn, unseren und ihren Lebensveränderer. Es gibt keine schönere Botschaft und keine, die das Leben mehr verändert als die des Evangeliums von Jesus Christus!
Jeder aktive Dienst geht einmal zu Ende, auch in der Mission. Aus verschiedenen Gründen sehnen viele die Rente herbei; ich (Olaf) gehöre nicht dazu. Ich habe wirklich große Mühe damit! Meine Leidenschaft für die große und wunderbare Vision, das Reich Gottes mitbauen zu dürfen, erlebt gerade gefühlt eine komplette Vollbremsung mit fatalem Absturz! Jahrzehntelang war ich unermüdlich und immer in vorderster Linie dabei, immer der Erste, der etwas wagte, und habe nie Kosten, Schmerzen und Mühen gescheut; doch heute, zurück in Deutschland, bin ich in der großen Masse der Gemeinde nur noch einer von vielen. Dies ist für mich eine recht schmerzhafte Erfahrung; einige von Euch mussten sie in der einen oder anderen Lebenslage sicher auch schon machen – ? Unsere Gemeinde in Bremen wird nun geleitet von einer jüngeren Generation engagierter Leiter und Mitarbeiter und ich merke, ich bin alt geworden. Imke merkt an: „Ja, bist du …“, und lacht. Wie immer hat sie wahrscheinlich recht.
