Auf der Suche nach einem Stück Land

Unsere erste Begegnung mit dem Dorfoberhaupt in Leleyi liegt inzwischen einige Jahre zurück. Schon damals waren wir auf der Suche nach einem geeigneten Stück Land für die Schule, die wir für benachteiligte Kinder bauen wollten. Eigentlich sollte diese ganz in der Nähe unseres damaligen Einsatzortes sein. Wir wollten mit jenen Kindern weitermachen, die uns schon ans Herz gewachsen waren. Als wir dann dieses Grundstück in Leleyi anschauten, waren wir eigentlich nur mit halbem Herzen dabei, denn es war viel zu weit weg. Dennoch berührte uns, was das Dorfoberhaupt damals sagte: „Wenn ich das noch erleben dürfte, dass ihr eine Schule in unser Dorf bringt!“

Umwege

Diese Begegnung blieb uns lange im Hinterkopf. Selbst dann noch, als wir ein anderes Grundstück fanden, das nur einen Fußmarsch von unserem damaligen Wohnort entfernt war. Es schien perfekt zu sein, doch wir konnten es nie in Besitz nehmen. Schnell stellte sich heraus, dass wir von den Behörden betrogen worden waren; das Grundstück hätte nie verkauft werden dürfen. Das war ein harter Schlag! Wir mussten sogar vor Gericht gehen. Doch wir suchten weiter und entschieden uns nach eingehender Prüfung für ein anderes Grundstück, ebenfalls in der Nähe und noch viel schöner als das Erste. Doch auch daraus wurde letztlich nichts.

An einem anderen Ziel angekommen

Es waren diese äußerst frustrierenden und entmutigenden Erfahrungen, die schließlich unseren Blick in eine ganz andere Richtung lenkten. Die Grundstücke, die wir nun in Betracht zogen, waren viel weiter weg. Gleichzeitig verstanden wir immer besser, warum das auch gut so war. Inzwischen zogen wir sogar von unserem damaligen Wohnort weg und richteten uns ein neues, vorübergehendes Zuhause in der Stadt ein.

Dann stand wieder ein riesiges Stück Land in der Nähe von Leleyi zum Verkauf. Heute ist der Deal gemacht; die Besitzurkunde ist an uns übergegangen. Nun bauen wir tatsächlich den Kindern von Leleyi und ihren Nachbardörfern eine Schule.

Elijah und Judiths Arbeit unterstützen

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Elijah und Judiths Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

Icon
unterwegs | Ausgabe 2/2026
19 Millionen Kinder in Nigeria gehen nicht zur Schule – Tendenz steigend. Hinter diesen Zahlen stehen Geschichten: von Sarah, Goje, Shekwolo, Godswill, Mohammadu und vielen anderen Kindern aus ihrem Dorf. Es sind Geschichten von Kindern, deren Möglichkeiten stark eingeschränkt sind.
Icon
unterwegs | Ausgabe 2/2025
Sani ist Fulani. Wie die meisten der Fulani in Westafrika ist er Hirte. Schon als kleiner Junge passte er allein auf eine Herde Kühe auf.
Icon
unterwegs | Dezember 2023
Im April dieses Jahres ging für uns als Familie eine Zwischenzeit zu Ende, wie wir sie uns nie wieder wünschen: Acht Monate mussten wir als Familie getrennt auf zwei Kontinenten leben – in Deutschland und in Nigeria, wo gerade die spannungs­reichen Präsidentschaftswahlen durchgeführt wurden und die Angst vor Terror umging…