„Aber ich finde Hilfe und Ermutigung bei unserem Gott“
Pandemie in Peru – das bedeutet einen der weltweit längsten Lockdowns, bis heute. Nur notwendige Wege sind erlaubt. Seit dem 16. März (mit vier Wochen Lockerung dazwischen) leben die Peruaner nach den vorgeschriebenen Maßnahmen, um Corona einzudämmen. Anfangs gab es nur wenige Infizierte, inzwischen ist das Virus selbst in den Urwald und die Bergregionen getragen worden. Peru zählt heute zu den meistbetroffenen Ländern Südamerikas.
Seit dem 16. März sind Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten geschlossen. Das heißt für unsere Studierenden, sie können ihr Studium online fortsetzen. Ein Problem sind schlechte Internetverbindungen. Die jungen Leute müssen daher öffentliche Interneträume nutzen, um die Arbeitspapiere anzufordern und abzusenden. Das kostet sie oft sehr viel Zeit und Geld. Einige von ihnen haben uns ihre Dankesschreiben an die Spender bereits geschickt. Ich bin sehr dankbar für das, was sie schreiben:
„Ich muss häufig Stunden warten, bis meine Papiere per Internet auf dem Weg sind. Aber ich finde Hilfe und Ermutigung bei unserem Gott.“
„Gott hat diesen STOPP mit dem Virus für uns Menschen gesetzt, dass wir mal über Wesentliches in unserem Leben nachdenken und begreifen, dass wir einen Schöpfer haben, der unser Leben mit Güte begleitet.“
„Wir sind eine Familie mit wenig finanziellen Möglichkeiten. Mein Vater ist Tagelöhner. Er verdient nur das Nötigste. Doch ich bin Gott sehr dankbar, dass wir Wohnraum haben, zu den Mahlzeiten satt werden können, und dass wir (6 Geschwister) Eltern haben, die sich sorgen, dass wir eine bessere Zukunft finden.“
Es freut mich, dass die jungen Studierenden so viel innere Kraft aufbringen, um durch die Krise zu kommen. Sie haben gelernt, was sie alles erreichen können, wenn sie ihre Möglichkeiten erkennen, sich einsetzen und durchhalten. Und sie haben erfahren, dass Gott mit ihnen ist.
