Aber Gott gedachte es gut zu machen
Dieser Vers aus dem Ende der Josefsgeschichte begleitet mich seit einiger Zeit. Seine Brüder und andere Personen haben ihm das Leben nicht leicht gemacht. Doch trotz Umwegen ist er Gott treu geblieben. Auch bei mir gibt es im Moment einige Umwege. Eigentlich war die Ausreise nach Peru für Oktober 2020, dann für Mai 2021 geplant; durch die unsichere Lage wird sie sich nun jedoch bis zum Sommer verschieben. Verlorene Zeit? Nein, denn ich merke, dass ich durch die verzögerte Ausreise viel Gutes geschenkt bekomme: Zeit mit tollen Menschen, das Lernen von Geduld usw.
Wie alles begann
Das Praxissemester von meinem Studium der Sozialpädagogik absolvierte ich an der Johannes-Gutenberg-Schuledes Kinderwerks Lima. Dort durfte ich unter anderem im Kindergarten mithelfen und die Sozialarbeiterin bei Hausbesuchen begleiten, wobei ich einen guten Einblick in das peruanische Leben bekam. Nach dem Studium und einigen Jahren in Deutschland zog es mich wieder nach Peru. Dieses Mal zum Missionswerk Diospi Suyana in Curahuasi. Ich habe zuerst im Krankenhaus und dann beim Aufbau der angegliederten Schule mitgeholfen. Durch viele Hausbesuche und Gespräche durfte ich einige Lebensgeschichten kennenlernen. Seit 2016 bin ich wieder in Deutschland; doch Mission hat mich nicht losgelassen …
Wie es weitergeht
Durch die Organisation Latin Link Schweiz habe ich eine Stelle in Lima bei dem sozial-missionarischen Projekt Altísima Fortaleza gefunden. Das Projektteam begleitet Straßenkinder und -jugendliche und erzählt ihnen von Jesus. Seit Längerem liegen den Mitarbeitern mehrere Stadtviertel mit vielen Kindern am Herzen. Dort möchten sie eine präventive Arbeit starten, bei der Kinder und ihre Familien unterstützt werden sollen. Schon jetzt bin ich sehr gespannt auf diese Arbeit, in die ich mich auch mit einbringen werde.
