15 Jahre Dienst im Mbya-Dorf: eine Bilanz
Weit abgelegen in einem Wald in Paraguay, ohne Strom, ohne fließendes Wasser, mit wenig Kontakt zur Zivilisation, lebt eine Gruppe vom Stamm der Mbya. Es ist ein harter Kampf ums Überleben. Seit 15 Jahren besuchen wir sie. In unserer Anfangszeit haben wir ihnen viel von ihren Ernteerträgen abgekauft, nun bringen sie schon lange nichts mehr.
Eine Organisation hilft ihnen nun in der Bienenzucht und auch beim Verkauf des Honigs. Früher war der Honig, den wir ihnen abkauften, oft gepanscht, nun ist die Qualität
deutlich gestiegen. Eine weitere Einkunftsquelle ist die Herstellung des Mate-Tees.
Wir brachten ihnen längere Zeit bei jedem Einsatz Sojagetränk, um sie zu stärken. Der Gedanke war: Zuerst bringt man den Fisch und dann gibt man die Angel, um zu fischen. Leider haben sie es dort nicht geschafft wie in anderen Dörfern, das Sojagetränk für sich selber herzustellen. Zudem lieferten wir Lebensmittel zu günstigen Stadtpreisen; doch diese Art einzukaufen und „anzuschreiben“ ließ die Schulden nur wachsen und so mussten wir zurückrudern. Das Schlimme ist: Wer etwas schuldet, der kommt eben nicht mehr.
Verkündigung des Evangeliums
In den 15 Jahren, in denen wir diese Siedlung besuchen, wollten wir den Heilsplan Gottes für seine Menschen bekannt machen. Wir verteilten Kleider, Medikamente und leisteten Sozialhilfe; das sollte für die Mbya ein Anreiz sein zu kommen, und sie haben es gerne angenommen. Nun wissen sie schon viel; manche sagen auch, dass sie einmal bei „Nhanderuete“ („Unser wahrer Vater“) sein wollen; und sie wissen auch, dass die Sünde sie von Ihm trennt. Einige Männer haben ein modernes Handy und in ihren Posts sehen wir so manches über ihr Leben in Unreinheit. Die geistliche Not ist groß.
Hausbesuche
Nun haben wir beschlossen, unsere Strategie der Arbeit dort zu ändern: Wir besuchen die Einzelnen in ihren Hütten und versuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen – dann braucht man sich nicht vor den anderen zu schämen. Wir sind sehr dankbar, wenn Ihr für diese Besuche betet. Natürlich wünschen wir, dass es zu klaren Entscheidungen kommt
und zum Bibelstudium, das sie im Glauben wachsen lässt.
