Haiti – Hilfe nach Hurrikan

In Haiti hat der Hurrikan "Matthew" viel Zerstörung und Leid gebracht. 
Wir freuen uns, dass es unseren Missionaren körperlich gut geht. 

Wollen Sie sich finanziell am Wiederaufbau beteiligen?
Wir haben Projektkonten für folgende Missionare eingerichtet:

Reinhard und Ulrike Schaller - Hilfe nach Hurrikan AC270600

Auszug aus ihrem Freundesbrief vom Samstag, 15. Oktober 2016:

Foto: Verwüstung um uns herum - das war unser Nachbarhaus.

"Wir sind froh, dass wir alles so gut überstanden haben, und dass kein Menschenleben in Port-a-Piment zu beklagen ist. Die Menschen dort haben Schlimmeres durchgemacht als wir in Cayes. Aber sie haben angefangen aufzuräumen, zu retten, was zu retten ist. Das ist leider nicht viel: es fehlt an Planen, um alles notdürftig abzudecken. Viele müssen im Freien schlafen. Wir haben mindestens noch 1 Zimmer in Les Cayes, wo es wirklich trocken ist, und nicht rein regnet. Und selbst in Port-a-Piment haben wir noch einen kleinen sicheren Schlafplatz in dem Haus am Fluss."

Weil es kaum noch Bedachungen und Schattenbäume gibt, werden dringend Dachbleche benötigt (ca. 200€ pro Dach). Dafür und für den Wiederaufbau des Berufsschulprojektes von Familie Schaller können Sie über den Verwendungszweck "AC270600 - Hilfe nach Hurrikan, Schaller" spenden: www.vdm.org/AC270600

Frantz und Doris Clotaire - Hilfe nach Hurrikan AC061900

Auszüge aus der Rundmail von Familie Clotaire vom Mittwoch, 12. Oktober 2016:

Foto: die Straße vor unserem Haus - die umgestürzten Bäume müssen wir mit der alten Säge bearbeiten

"Es gibt viel viel Grund, dankbar zu sein. Wir sind am Leben! Auch wenn wir vieles Materielle verloren haben, geht es uns hier in der Gegend wesentlich besser, als westlich und nordwestlich von uns. Da haben die Leute alles, aber auch alles verloren! [...] Wir haben am Wochenende Chlorine und Wellblech durch das Nachbarschafts-Komitee verteilt. Unsere Außenfarm in Duchyti hat ein Blockhaus und es ist nicht beschädigt. Ca. 150 Leute haben dort Unterschlupf gefunden. [...] Wir arbeiten an einem Plan, wie es langfristig weitergehen soll. Hier schon mal ein erster Entwurf:
- Hauptproblem: Wasserversorgung, denn die Cholera ist schon wieder total am Steigen. In Port-a-Piment gab es nur das Cholera-Krankenhaus als Unterkunft. Dadurch wurden noch viel mehr Leute angesteckt!
- Planen, Zelte und Wellblech für die kaputten Häuser sind nötig.
- Essensversorgung [...]
Jetzt haben schon einige von euch angefragt, wie sie helfen können. Am besten finanziell, denn wir können die meisten Grundnahrungsmittel von der Hauptstadt bekommen. Inzwischen kostet der Sack Reis schon 75 % mehr. Bald gibt es kein Obst und Gemüse mehr lokal zu kaufen. [...] Unsere Dieselrechnung (für den Stromgenerator) ist seit Wochen extrem hoch, weil ja schon vor dem Sturm kaum Strom da war. Jetzt wird es für die nächsten Wochen noch schlimmer."

Für die Aufräumarbeiten im SEED-Projekt und die Unterstützung der Nachbarn von Familie Clotaire können Sie über den Verwendungszweck "AC061900 - Hilfe nach Hurrikan, Clotaire" spenden: www.vdm.org/AC061900

Lukenson und Edith Césaire - Hilfe nach Hurrikan AC268500

Aktuelle Infos von Familie Césaire vom Dienstag, 11. Oktober 2016:

Foto: das betroffene Haus einer Familie von einem unserer Schulkinder

"Der Sturm ist vorüber. Die Verwüstung bleibt. Auch wenn wir nicht im direkten Weg von Hurrikan "Matthew" waren, so haben seine Ausläufer hier auch große Schäden angerichtet. Den heftigen Regenfällen und dem Sturm halten viele Häuser nicht stand. In viele Häuser ist Wasser eingedrungen und die Leute wussten nicht wo sie schlafen sollten weil alles nass war. Wir wissen von mehreren Familien unserer Schulkinder, deren Haus beschädigt wurde. Wände sind eingestürzt oder Dächer abgedeckt. [...] Unser Motto heißt „Hilfe zur Selbsthilfe“. Aber trotzdem ist Hilfe nötig! Durch den Verlust der Ernte haben die Leute nichts, womit sie Baumaterial kaufen können. So werden sie wieder improvisieren müssen. Wenn wir helfen könnten gutes Material zu kaufen, könnten die Häuser einem nächsten Sturm/Regen besser standhalten. Es gibt aber auch Häuser, die komplett neu gebaut werden müssten. Wir würden gern ein paar Familien, deren Haus am meisten beschädigt ist, unter die Arme greifen um ein neues Haus zu bauen. Für ein Haus würden etwa 5000 € benötigt. Es gibt auch Familien, deren Ziegen und Hühner verendet sind. Diesen Familien möchten wir helfen neue Tiere zu kaufen. Eine Ziege kostet etwa 75 €, Ein Huhn kann man für etwa 10 € kaufen.  
Die Schule war eine Woche lang geschlossen. Auch an unserem Schulgebäude, das aus einem Holzgerüst mit Wellblech besteht, sind kleinere Schäden entstanden. Einem stärkerem Sturm hätte das Schulgebäude nicht stand gehalten. Wir hatten nur Windgeschwindigkeiten von etwa 45 km/h mit Windböen von etwa 65km/h. Der Hurrikan hatte aber in seinem Zentrum Windgeschindigkeiten von mehr als 220 km/h.   Wir brauchen ein Schulgebäude, das mit Hohlbocksteinen gebaut ist und ein Betondach hat, genau wie das Wohnhaus für Mitarbeiter. An diesem Haus gab es keine Schäden.[...]  
Wir werden immer wieder gefragt, wie man in der jetzigen Situation helfen kann. Am besten mit einer Geldspende auf das Konto der VDM. Die meisten Sachen kann man hier kaufen. Damit kann auch die heimische Wirtschaft, die stark gebeutelt wurde, gestärkt werden. Deine Spende kommt da an, wo sie auch benötigt wird."

Wenn Sie Familie Césaire beim Wiederaufbau unterstützen wollen, können Sie über den Verwendungszweck "AC268500 - Hilfe nach Hurrikan, Césaire" spenden: www.vdm.org/AC268500